Südwestpfalz Wahlkreis 47: Wer geht bei den Landtagswahlen für die SPD ins Rennen?

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Wer geht für die SPD bei der Landtagswahl im kommenden Frühjahr ins Rennen um den Wahlkreis 47? Zwei junge Frauen sind bisher benannt, eine Entscheidung fällt bald.

Der Wahlkreis 47 umfasst die Stadt Zweibrücken sowie drei Verbandsgemeinden aus dem Landkreis Südwestpfalz: Thaleischweiler-Wallhalben, Waldfischbach-Burgalben sowie Zweibrücken-Land. Wessen Name letztendlich für die SPD auf dem Wahlzettel landet, steht noch nicht fest, es gibt aber bereits zwei Kandidatinnen.

Die Zweibrücker Genossen haben Rebecca Wendel auf den Schild gehoben. Der Ortsverein Rieschweiler-Mühlbach zog kurz danach nach, sprach sich für Daniela Stauch als ihre Favoritin aus. Die Entscheidung fällt bei einer parteiinternen Nominierungskonferenz, ein Termin dafür steht noch nicht fest, wie die beiden Vorsitzenden der Gemeindeverbände Zweibrücken-Land und Thaleischweiler-Wallhalben, Jonas Kruck und Timo Lehmann, auf RHEINPFALZ-Anfrage bestätigen.

Blauer Schock in rotem Dorf

Wendel ist 33 Jahre alt, sitzt im Zweibrücker Stadtrat und war bereits 2021 die Direktkandidatin für den Wahlkreis 47. Bei der Wahl verlor sie gegen den CDU-Mann Christoph Gensch, der den Wahlkreis vor vier Jahren zum zweiten Mal hintereinander für sich entscheiden konnte.

Rebecca Wendel
Rebecca Wendel

Daniela Stauch ist 35 Jahre alt, kommt aus Rieschweiler-Mühlbach und war in ihrem Heimatort auch Ortsbeigeordnete. Zudem führte sie den Gemeindeverband Thaleischweiler-Wallhalben ihrer Partei. Vor dreieinhalb Jahren zog es sie beruflich nach Trier. Dort arbeitet sie beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Bei ihrer Zusage, für ihre Partei in den Wahlkampf zu ziehen, hätten die Ergebnisse der Bundestagswahl eine gewichtige Rolle gespielt, erzählt Stauch der RHEINPFALZ am Telefon. „Rieschweiler-Mühlbach ist rot, wir haben einen roten Bürgermeister; schon sehr, sehr lange.“ Und dann hätten „die Blauen“ – Stauch nennt den Namen der AfD nicht – so gute Ergebnisse erlangt: Bei den Zweitstimmen erreichte die AfD Ende Februar bei den Urnenstimmen knapp 32 Prozent und war damit in der Doppelgemeinde stärkste Kraft. „Das hat mich schockiert und traurig gemacht.“ Da kam die Anfrage aus den Reihen der SPD gerade recht. Nach fünf Tagen Bedenkzeit und „einigen, schlaflosen Nächten“ habe sie zugesagt, sich aufstellen zu lassen. „Ich wollte mir später nicht mal vorwerfen müssen, es nicht probiert zu haben.“ Dass sie seit Anfang 2022 nicht mehr im Wahlkreis wohnt, wolle sie gar nicht wegdiskutieren. Sie sieht es aber als Vorteil: „Ich war schon mal weg, habe was anderes gesehen.“ Neue Eindrücke passen aus ihrer Sicht sehr gut ins Anforderungsprofil von Politikern.

Wie der SPD-Ortsverein Rieschweiler-Mühlbach mitteilt, wird er Daniela Stauch zur parteiinternen Nominierungskonferenz für die L
Wie der SPD-Ortsverein Rieschweiler-Mühlbach mitteilt, wird er Daniela Stauch zur parteiinternen Nominierungskonferenz für die Landtagswahlen 2026 ins Rennen schicken.

Die Genossen aus dem Zweibrücker Land haben am 12. Juni bei einem Stammtisch die Möglichkeit, die beiden Kandidatinnen kennenzulernen. „Dann kann jeder unserer Delegierten für sich die Entscheidung treffen, wen er von den beiden am kompetentesten hält“, sagt Jonas Bruck, der Vorsitzende des Gemeindeverbandes Zweibrücken-Land der SPD. Er kenne beide Kandidatinnen, habe bereits mit beiden telefoniert. „Nach meiner Wahl zum Vorsitzenden vor wenigen Wochen habe ich mich mal vorgestellt.“ Krucks Amtskollege Timo Lehmann sind beide Namen ebenfalls ein Begriff. „Das sind zwei sehr kompetente Damen, die beide politisch sehr engagiert sind“, sagt Lehmann. Mit Stauch habe er bereits zusammengearbeitet, schätzt ihre „offene und ehrliche“ Art: „Sie sagt, was sie denkt.“ Die Genossen im Heimatverband können demnächst bei einem geplanten Stammtisch beiden Kandidatinnen auf den Zahn fühlen. „Die Entscheidung fällen am Ende dann die Delegierten“, unterstreicht Lehmann.

Bewerbungsfrist läuft noch

Noch ist die Bewerbungsfrist nicht abgelaufen, es ist theoretisch möglich, dass die Delegierten nicht nur zwischen Wendel und Stauch entscheiden müssen, sondern dass noch ein weiterer Kandidat oder eine Kandidatin dazu kommen. „Bei mir hat sich aber noch niemand gemeldet“, sagt Kruck. Das sei aber auch schwer vorherzusehen. Auch im benachbarten, von Lehmann geführten Gemeindeverband sei bisher kein weiterer Bewerber aus der Deckung gekommen, berichtet Lehmann.

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