Clausen RHEINPFALZ Plus Artikel Vom Rathaus zum Dorfgemeinschaftshaus: Das sind die Pläne

Das Rathaus in Clausen soll zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Für die Diskussionen im Gemeinderat sorgte die auf der Vo
Das Rathaus in Clausen soll zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Für die Diskussionen im Gemeinderat sorgte die auf der Vorderseite geplante Rampe, um das Gebäude barrierefrei zu machen.

Drei Entwürfe lagen dem Gemeinderat Clausen für den Umbau des Rathauses zum Dorfgemeinschaftshaus vor. Welche Variante bevorzugt wird und welches Detail rege diskutiert wurde.

Nadine Hemmer vom Planungsbüro WSW und Partner hat die Ergebnisse der beiden Workshops zum Umbau des Rathauses in ein Dorfgemeinschaftshaus präsentiert. Der Gemeinderat sollte eine Grundsatzentscheidung zwischen drei Vorschlägen treffen. Im Fokus stand die künftige Nutzung des Erd- und Obergeschosses. Dach- und Kellerbereich blieben bei der Entwurfsplanung außen vor.

Thomas Schmittner (CDU) kritisierte, es sei „eine überfallmäßige Situation, aktuell über eine Variante abzustimmen“. Er plädierte dafür, zunächst die drei Varianten „auf der Hand zu haben“, diese zu bewerten und erst dann darüber abzustimmen. Auch forderte er vorab eine Kostenschätzung für die verschiedenen Entwürfe.

Rampe sorgt erneut für Diskussionen

Ortsbürgermeister Jens Dresen widersprach dieser Vorgehensweise. Er hielt es für sinnvoller, die drei Varianten zu besprechen, sich für eine zu entscheiden und dafür eine Kostenschätzung ausarbeiten zu lassen. Letztlich wurde dann auch so verfahren. In der angeregten Diskussion kristallisierte sich rasch heraus, dass die von Hemmer vorgestellte zweite Variante den größten Zuspruch fand. Breiten Raum nahm allerdings – wie schon bei der ersten Besprechung zu diesem Thema – die Diskussion über die geplante Rampe am Rathaus zur Hauptstraße hin ein. Dresen betonte, dass die Barrierefreiheit für die Förderfähigkeit des Gesamtprojekts zwingend erforderlich sei. Wie Hemmer verteidigte er die vorgesehene Rampe auf der Vorderseite des Gebäudes. Grund: Eine Verlegung an die Rückseite würde die Zufahrt zum dahinter gelegenen Bauhof blockieren.

Aus dem Rat gab es jedoch wiederholt Bedenken, dass eine Rampe an der Front das historische Erscheinungsbild des Rathauses beeinträchtigen würde. Dresen und Hemmer wiesen demgegenüber darauf hin, dass ein barrierefreier Zugang zu einem Rathaus in der heutiger Zeit selbstverständlich sei, um allen Bürgern den Zugang zu ermöglichen.

Multifunktionsraum im Obergeschoss

Letztlich hat der Rat mit großer Mehrheit für die zweite Variante gestimmt. Dresen ließ über nahezu jedes Detail abstimmen. Vorgesehen sind eine neue Raumaufteilung mit öffentlichen Bereichen, einer tagsüber zugänglichen Toilette sowie einer Tourist-Info im Erdgeschoss. Im Obergeschoss soll ein multifunktionaler, rund 64 Quadratmeter großer Saal mit angrenzender Küche für Jugendveranstaltungen, Mittagstisch, Vorträge und anderes mehr entstehen. Die Variante wird nun weiter ausgearbeitet und eine Kostenschätzung erstellt.

Diskutiert wurde noch, ob das Treppenhaus nach außen, an die Rückseite des Rathauses verlegt werden könnte. Diese Änderung hätte sehr geringe Chancen auf Förderung, betonte Hemmer. Ein eventueller Treppenlift müsste ebenfalls zunächst auf Förderfähigkeit geprüft werden. Eine im Obergeschoss befindliche Wohnung soll umgenutzt werden, der Öltank im Keller verschwinden. Zu überlegen sei, ob der Keller künftig als Lagerraum genutzt werden könnte. Hemmer hielte dies jedoch angesichts der dort herrschenden Feuchtigkeit für bedenklich.

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