Erlenbach Vom „Backstübl“ bis zum Stuckateurhandwerk

 Von Anfang dabei beim Handwerkstag: Gipser- und Stuckateurmeister Bernd Christill mit seinen Söhnen Philipp und Valentin (von l
Von Anfang dabei beim Handwerkstag: Gipser- und Stuckateurmeister Bernd Christill mit seinen Söhnen Philipp und Valentin (von links) präsentieren ihre Stuckarbeiten.

Lebhaftes Treiben herrschte am Sonntag in den Höfen und Werkstätten in Erlenbach. Zum fünften Mal waren dort zum „Tag des dörflichen Handwerks“ die Türen geöffnet.

Punkt 11 Uhr eröffneten am Sonntag in Erlenbach Verbandsbürgermeister Michael Zwick, Ortsbürgermeister Dirk Eichberger und Birgit Mertel, die Vorsitzende des Touristikvereins, den „Tag des dörflichen Handwerks“ und betonten dabei die Wichtigkeit des Handwerks in der ländlichen Region gerade in der heutigen Zeit. Touristisch sei es eine Attraktion, dass die örtlichen Handwerker und Betriebe zum fünften Mal zeigten, was das Handwerk auf dem Dorf zu leisten vermag.

Gipserhandwerk in vierter Generation

Zahlreiche Attraktionen gab es dann zu erkunden. Dicht umringt war auf dem Dorfplatz wieder Wolfgang Bösls „Pfälzer Backstübl“, wo die Besucher besonders mit seinen Flammkuchen-Variationen verwöhnt wurden. Glücklich konnte sich schätzen, wer im Café im historischen Hedwigshaus von 1810 bei Petra Eichberger einen Platz ergattern konnte. Von Anfang an beim Handwerkertag dabei ist Gipser- und Stuckateurmeister Bernd Christill in der Grünheckstraße. Er hatte seine Halle geöffnet, Produkte und Ausstellung von eigenen Stuckarbeiten präsentiert. Christill hat vor neun Jahren seinen Betrieb in Erlenbach eröffnet und bietet heute neun Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Mit im Geschäft sind sein Sohn Philipp, welcher mit 20 Jahren bereits seinen Meisterbrief machte, und Sohn Valentin, welcher demnächst zur Gesellenprüfung schreitet. Nachwuchsprobleme kennt das Gipsergeschäft, welches dann in der vierten Generation arbeitet, deshalb nicht.

Lammprodukte und die „Botschafts-Leberwurst“

Auf dem Linsenbühler Hof bot Familie Eichberger wieder Lammprodukte oder Büffelwürste zum Probieren an. Kinder konnten mit den Lämmern spielen oder beobachten, wie eine Schafschur vonstatten geht. Im Betrieb von Natascha Mertz und Kollege Hammer wurde demonstriert, wie heute Brennholz hergestellt wird. In der Hauptstraße hatte Metzgermeister Walter Adam aus Herxheim seinen Metzgerei-Verkaufsstand aufgebaut. Ihm gelang es an diesem Tag nicht, die ständige Nachfrage der Besucher nach seiner mittlerweile legendären Pälzer Leberwurst, welche er dem ukrainischen Botschafter überbracht hatte, zu befriedigen. Erstmals beim Handwerkstag dabei war diesmal Landschaftspfleger Jürgen Kolb, welcher am Ende der Binsenhohlstraße seinen Geflügelhof für die Besucher geöffnet und regen Zuspruch beim Eierverkauf hatte.

Birgit Mertel war schließlich am Sonntagabend sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Bis auf kurze Regenschauer um die Mittagszeit herrschte im Dorf lebhaftes Treiben in allen Höfen und Werkstätten.

x