Hauenstein RHEINPFALZ Plus Artikel Viele „Ohhs“ und „Mhmms“ für die Pfälzerwald-Torte

Julia Feith (Mitte) im Gespräch mit den Back-Profis Gesa Kohlenbach und Matthias Ludwigs.
Julia Feith (Mitte) im Gespräch mit den Back-Profis Gesa Kohlenbach und Matthias Ludwigs.

Es hat nicht ganz gereicht für Julia Feith: Bei der Back-Show „Allererste Sahne – Wer backt am besten?“, die der private Sender Vox derzeit montags bis freitags jeweils um 16 Uhr ausstrahlt, belegte die Hauensteinerin in der vergangenen Woche den zweiten Platz, nur um einen Punkt geschlagen von der Wochensiegerin Christina aus Hessen.

Am vergangenen Freitag hatte die 22-jährige Hobbybäckerin mit ihrem „Meisterstück“, einer Pfälzerwald-Torte, ihren vier Konkurrentinnen eine besondere Herausforderung präsentiert. Sie mussten das dreistöckige Naschwerk geschmacklich und optisch kopieren. Das nämlich ist das Prinzip der Vox-Sendung: In jeder Folge stellt ein(e) „Bäcker(in) des Tages“ ihr persönliches „Meisterwerk“ vor, und die anderen Kandidaten müssen es möglichst nah am Original nachbacken – ohne Rezept versteht sich. Die „Imitate“ werden anschließend verkostet und von Profis – hier von Gesa Kohlenbach und Matthias Ludwigs – zusammen mit der Bäckerin bewertet. Jeden Tag wurde eine Tagessiegerin gekürt, der Gesamtsieger erhielt 2500 Euro Preisgeld.

Julia Feith hatte für die Kochshow, die schon im Herbst in Köln aufgezeichnet worden war, als ihr „Meisterstück“ eine Pfälzerwald-Torte vorbereitet: „Es sollte auf alle Fälle etwas Regionales sein“, begründete sie ihre Wahl. „Und wenn es was mit unserer Heimat zu tun hat, dann sollten doch vor allem Keschde dabei sein“, berichtet Julia Feith weiter, die zusammen mit ihrem Vater Christof ja schon ein „Kastanien Backbuch“ herausgegeben hat.

Ein Eichhörnchen aus Fondant

Der Redaktion gefiel ihr Vorschlag, sie solle aber die Torte doch bitte „mit etwas Modelliertem“ toppen. Julia Feith fiel dazu ein Eichhörnchen ein, das sie aus Modellierfondant formte. Rosmarinzweige bildeten den Wald, Waldbeeren sorgten für farbliche Akzente. Dieses Arrangement krönt eine dreistöckige, unter anderem mit Kakao und Haselnüssen bereitete Torte, die mit Waldbeeren und einer Keschdecreme gefüllt ist. „So ein Design muss man erst einmal hinbekommen“, überschrieben die Vox-Redakteure das Rezept von Julias Feiths Torte, das unter www.vox.de aufgerufen werden kann.

Julia Feith war bereits Montag und Dienstag als Tagessiegerin bewertet worden. Ihr Meisterwerk musste sie am Morgen des Aufzeichnungstages im Studio vor Kameras und Mikrofonen herstellen und kommentieren. „Etwas Anspruchsvolles“ erwarteten denn auch die Mitbewerberinnen von ihr, die die Optik und den Geschmack der Pfälzerwald-Torte dann mit vielen „Ohhs“ und „Mhmms“ kommentierten. Dass die Torte etwas mit „Maroni“ – Kastanien und Keschde sind wohl nicht so bekannt – zu tun hatte, darüber waren sich die Bäcker schnell einig. Aber auch darüber: „Heute wird’s schwer“, konstatierten sie, bevor sie ans Nach-Backen gingen.

Zwei Stunden Zeit für den Torten-Nachbau

Die einzelnen Arbeitsschritte kommentierte Julia Feith zusammen mit den beiden Profis. Sie erklärte die Wahl ihrer Zutaten, beantwortete Fragen und machte in diesen Szenen sehr beredt und eloquent deutlich, dass sie in der Tat eine Meisterin in der Backstube ist. Zwei Stunden hatten ihre vier Konkurrenten Nick, Christina, Sandra und Ilona dann Zeit, um die Pfälzerwald-Torte herzustellen. Und das gelang ihnen ausnehmend gut, auch wenn das Eichhörnchen auch mal wie ein Bärchen aussah. Aber: „Toll nachgebaut“, lobte Julia Feith die Arbeit der Mitbewerber. „Die Messlatte lag ziemlich hoch“, meinten die beiden Profis, die den Tagessieg an Julia vergaben.

Wochensiegerin wurde Christina, eine 40-jährigen Online-Redakteurin aus Hessen, die Mittwoch und Donnerstag Tagessiegerin geworden war. Sie hatte am Ende einen Punkt Vorsprung vor Julia Feith. „Ich habe am Mittwoch bei einer Möhrentorte Punkte abgegeben: Da war meine Torte wohl zu nussig“, berichtete sie. Wochensieg hin, Wochensieg her: „Es hat unheimlich viel Spaß gemacht“, berichtete sie der RHEINPFALZ. „Spannend und anstrengend“ sei es gewesen: Acht Stunden dauerte die Fernsehaufzeichnung für eine Folge: „Da musste man ständig hochkonzentriert sein.“ Hochinteressant sei auch, wie aus acht Stunden Videomaterial eine einstündige Sendung wird. „Ein Riesenerlebnis, das ich nicht missen möchte“, bilanziert sie.

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