Kreis Südwestpfalz Viel Grün und jede Menge Helfer, die anpacken

Maßweiler, Rosenkopf und Hettenhausen sowie Hornbach, Käshofen, Großsteinhausen und Kleinsteinhausen haben den Kreisentscheid im Dorfwettbewerb gewonnen und die nächste Runde erreicht (wir berichteten gestern kurz).
„Die Schwerpunktgemeinde Maßweiler präsentiert ihre Vorzüge vorbildlich auf der gemeindeeigenen Webseite“, lobt die Jury den neuen Internetauftritt massweiler.de. Die Jury hebt auch die Pläne hervor, mit dem Rathaus ins katholische Pfarrheim umzuziehen und das jetzige Rathaus zum Gesundheitszentrum umzubauen. Sie erwähnt zudem „die zufriedenstellende Infrastruktur mit Arztpraxis, Metzgereien, Bäckereifiliale, mobiler Pflegestation“. Diese „überzeugen ebenso wie verschiedene Arbeitskreise unter Einbeziehung der Dorfjugend. Der Verein Bürger für Bürger engagiert sich herausragend für die Dorfgemeinschaft.“ Zu Rosenkopf schreibt die Jury: „Die von Streuobstgürteln und Heckenstrukturen umgebende Sickingerhöhgemeinde Rosenkopf gestaltet in eigener Regie einen neuen attraktiven Dorfmittelpunkt für alle Altersgruppen mit großer finanzieller Unterstützung privater Sponsoren und hohem bürgerschaftlichem Engagement. Weitere neue Projekte werden durch Einnahmen aus kulturellen Veranstaltungen finanziert. Unter fachkundiger Anleitung wird die bereits gute Durchgrünung der Gemeinde einschließlich Friedhofsbereich teilweise neu gestaltet und dadurch weiter aufgewertet.“ Das klassische Dorfbild Hettenhausens werde durch seinen gut erhaltenen Ortskern mit historischer Bausubstanz geprägt. Die Kastanienallee am alten Spritzenhaus soll zukünftig als Vorbild für weitere Pflanzungen im Innenbereich dienen. Die herausragende Vereinsarbeit zeige sich insbesondere durch die Zusammenarbeit aller beteiligten Personen bei vielen gemeinsamen Veranstaltungen. Auch die ausländischen Mitbürger fühlten sich in die Dorfgemeinschaft integriert. Was Hornbach seit Jahren im Städtebau getan hat, sei deutlich sichtbar. „Die vorgestellten Planungen zeugen von neuen innovativen Ideen. Diese hohe Kontinuität ist nur möglich durch das große bürgerschaftliche Engagement“, findet die Jury. Einmalig im Landkreis sei das Wasserbüffelprojekt zwischen Hornbach und Mauschbach. Die Erweiterung der Wohnmobilstellplätze zeige den gestiegenen touristischen Wert der Klosterstadt. Der geplante Premiumwanderweg und die Öffnung der Felsenkeller für Besucher würden das Angebot erweitern. Die landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde Käshofen besteche durch das viele Grün. „Zahlreiche standortgerechte Haus- und Hofbäume bestimmen das Ortsbild. Die neugestaltete Brunnenanlage hat sich zu einem Treffpunkt für alle Bürger entwickelt. Durch die geplante Pflanzung weiterer Bäume und Sträucher werden schattige Plätze geschaffen und der Generationenplatz in das bestehende Ortsbild integriert. Nur durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer war und ist es in Zukunft möglich, die vielfältigen Aktivitäten in Käshofen zu realisieren. Ein ehrenamtlich geleiteter Sprachkurs hilft in vorbildlicher Weise den dort lebenden Asylbewerbern bei der Integration“, fasst die Jury zusammen. Auch in Großsteinhausen lobt die Jury „die hervorragende Ortsdurchgrünung“. Großsteinhausen nimmt regelmäßig am Wettbewerb teil und erzielt immer gute Ergebnisse. Das sei nur möglich, weil das Dorf seine Pläne umsetzt und die Einwohner dabei helfen. Zukunftsweisend sei das geplante Haus mit Mietwohnungen für Senioren. „Durch die Anerkennung der Gemeinde Kleinsteinhausen als Schwerpunktgemeinde stehen dem Ort neue Möglichkeiten in seiner Entwicklung offen. Neben den bekannten positiven Veränderungen der Vergangenheit stehen zukunftsweisend die Neugestaltung des Kindergartens und die Weiterentwicklung des Waldgeisterweges zum Märchenwald an“, blickt die Jury voraus. Neuen Bestattungskulturen werde auf dem Friedhof und im angrenzenden Geseilwald Rechnung getragen. Neubürger und Asylbewerber würden aktiv in die Dorfgemeinschaft eingebunden. (red/bfl)