Lemberg Verkehrsschau: Richtiges Parken soll Raser ausbremsen
Die provisorischen Verschwenkungen in Lemberg-Langmühle und die dortigen Forderungen nach festen Schikanen, um die Raser abzubremsen, hatten auch in den anderen Annexen für Begehrlichkeiten gesorgt. Klagen doch auch die Salzwooger und Glashütter schon länger über zu schnelle Zeitgenossen, die gerne mal mit 100 Stundenkilometern in den Ort brettern. Überall wurden ebenfalls Verschwenkungen sowie weitere Geschwindigkeitsbeschränkungen gefordert.
Im April nun gab es eine Verkehrsschau mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM), der Kreisverwaltung, Verbandsgemeinde, Polizei und Bürgermeister sowie Ortsvorstehern, wie Lembergs Beigeordneter Benjamin Alt im Gemeinderat informierte. Alt vertrat Bürgermeister Martin Niebuhr, der krankheitsbedingt verhindert war.
Salzwoog: Die Anwohner sollen komplett auf der Fahrbahn parken
Ernüchternd fiel das Ergebnis für Salzwoog aus. Eine Verschwenkung oder Einengung der Fahrbahn an den Ortseingängen aus Richtung Braunsberg und Hinterweidenthal sei nicht möglich, da die Fahrbahnen zu schmal seien oder Kurven es zu gefährlich werden ließen. So das Urteil der Verkehrsschau. Die Verbandsgemeinde habe vorgeschlagen, dass die Anwohner „richtig Parken“ sollten, womit das vollflächige Parken der Autos auf der Fahrbahn gemeint ist. Aktuell werde meist halbseitig auf dem Gehweg geparkt, was verkehrsrechtlich nicht erlaubt ist. In manchen Fällen wird sogar vollflächig auf dem Gehweg geparkt, um den fließenden Verkehr nicht zu behindern. An einer Stelle könnte in Salzwoog höchsten ein Provisorium in Form einer Einengung gemacht werden.
Ein ähnliches Bild ergab sich für die Verkehrsschau am Ortseingang aus Richtung Langmühle in Glashütte. Auch die dortige Fahrbahn sei zu eng für eine Verschwenkung. Zudem sei es nicht nötig. „Es liegen Messungen des LBM vor, die keine Maßnahmen rechtfertigen“, so die Formulierung im Bericht der Verkehrsschau, den Benjamin Alt in der Sitzung vortrug. Auch in Glashütte hatte die Verbandsgemeinde richtiges Parken empfohlen zur Verkehrsberuhigung. Für den Ortseingang aus Richtung Stephanshof könnte eine Einengung als Provisorium erwogen werden. Langfristig soll dort sogar eine Verschwenkung möglich sein, so das Fazit der Begehung.
Kettrichhof: Nach Sanierung der Ortsdurchfahrt wird mehr gerast
Im Weiler Stephanshof soll eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer beantragt werden. Aktuell darf dort 100 gefahren werden.
Für die Bewohner von Kettrichhof hat sich mit dem lange ersehnten Ausbau der Ortsdurchfahrt auch die Geschwindigkeit der Autos erhöht. Bei der Verkehrsschau wurde berichtet, dass die Autofahrer jetzt viel schneller als zuvor unterwegs seien. Hier sieht die Verkehrsschau keine Notwendigkeit für weitere Maßnahmen, da am Ortseingang aus Richtung Pirmasens bereits ein Fahrbahnteiler als bremsendes Element ausreichend sei. Die Ergebnisse der Verkehrsschau werden nun nochmal Thema in den Ortsbeiräten sein, kündigte Alt an.