Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Unvermutete Weichenstellung macht Laune

Über dieses Gleis könnten in zwei Jahre Züge Holz vom ehemaligen Hinterweidenthaler Tanklager zur Wieslauterstrecke bringen.
Über dieses Gleis könnten in zwei Jahre Züge Holz vom ehemaligen Hinterweidenthaler Tanklager zur Wieslauterstrecke bringen.

Schneller als gehofft hat der Kreis die Zusage aus Mainz erhalten, dass das Land den Großteil der Modernisierung der Wieslauterstrecke bezahlt.

Es wird zwar noch ein paar Tage dauern, bis der Förderbescheid und damit die offizielle Zusage vorliegt, aber dass die Klimaschutz- und Mobilitätsministerin Katrin Eder am Mittwoch so positive Signale sendete, sorgte für zufriedene Gesichter bei allen Beteiligten. Zumal wohl niemand damit gerechnet hat, dass dieses Signal schon jetzt kommt. Denn im Dahner Bürgersaal lagen sechs Aktenordner, die den erweiterten Förderantrag zur Modernisierung der Schienenstrecke enthielten. Damit wollte der Kreis die Bedeutung der Modernisierung unterstreichen.

Denn er enthielt die aktualisierte Kosten-Nutzen-Untersuchung, die so günstig ausfiel, dass kein Weg an dem Projekt vorbeiführen kann. Die Kombination der Streckenmodernisierung mit dem Ausbau des Güterverkehrs auf der Wieslauterstrecke gelang, weil die entsprechenden Partner auf Unternehmensseite dabei sind. Das ist Baulog, das auf dem ehemaligen Gelände des Nato-Tanklagers Baumaterial aufbereitet, und das ist die Mercer Holz GmbH, die ein Terminal für die Holzverladung vom Lkw auf die Schiene bauen möchte. Gemeinsam wollen sie den Bahnanschluss reaktivieren und drei Verladegleise für Holz, Mineralstoffe und Container bauen. Mercer hat sich das Ziel gesetzt, dass 2024 der erste Zug vom ehemaligen Tanklager ins Wieslautertal rollen soll. Das kann jetzt klappen.

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