Wilgartswiesen Um 12.50 Uhr war die Explosionsgefahr gebannt

Die Fliegerbombe war bei Bauarbeiten an der neuen Gaspipeline gefunden worden.
Die Fliegerbombe war bei Bauarbeiten an der neuen Gaspipeline gefunden worden.

Es hat ein kleines bisschen länger gedauert, als es geplant war, aber um 12.50 Uhr gab es am Freitag Entwarnung: Die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes hatten die Fliegerbombe bei Wilgartswiesen entschärft, die Sperrungen auf der B10 und auf der Bahnlinie konnten aufgehoben werden.

Die Bombe war im Zuge der Bauarbeiten zur Erneuerung der Trans-Europa-Naturgas-Pipeline im Bereich „Auf dem Erbenbuckel“ gefundenen worden. Wie Hauensteins Verbandsbürgermeister Patrick Weißler berichtete, sei bei einer Sondierung vor anderthalb Wochen eine Anomalie festgestellt worden, die sich dann als Fliegerbombe erwies. „Uns war das seit Dienstag bekannt“, sagte er. Die Verbandsgemeinde erließ am Mittwoch eine Allgemeinverfügung, mit der die Einrichtung einer Sperrzone für diesen Freitag angeordnet wurde. Dass es bis Freitag dauerte, bis die Bombe entschärft werden konnte, hatte einen Grund: „Die Betreiber der Ferngasleitung mussten diese für 72 Stunden dicht machen, damit auch kein Gas mehr durchfließt“, erzählte der Bürgermeister. Wäre die Leitung nicht leer gewesen, hätte das bei einer Explosion fatale Folgen haben können. Als sichergestellt war, dass kein Gas mehr fließt, konnte mit der Entschärfung begonnen werden.

Der Kampfmittelräumdienst machte sich am Freitag wie vorgesehen um 12 Uhr ans Werk. „Es hat ein bisschen länger gedauert als geplant“, bemerkte Weißler. Schwierigkeiten bei der Entschärfung habe es aber nicht gegeben. Für den Kampfmittelräumdienst ist das Routine. Um 12.50 Uhr war die Bombe entschärft, die Sperrungen konnten aufgehoben werden.

Der Kampfmittelräumdienst hat den Zünder der Fliegerbombe entfernt, danach konnte die Bombe abtransportiert werden.
Der Kampfmittelräumdienst hat den Zünder der Fliegerbombe entfernt, danach konnte die Bombe abtransportiert werden.

Im Radius von 300 Metern um den Fundort war eine Sperrzone ausgewiesen worden, die am Freitagmorgen um 10 Uhr geräumt sein musste. Da sich nur zwei Gebäude in diesem Radius befanden, war keine große Evakuierung erforderlich. Weil die B10 mit ihren Zubringern der Kreisstraße 56 in diesem Radius lag, musste sie für den Verkehr gesperrt werden. Nach Angaben der Polizei durfte von 11.30 Uhr an kein Fahrzeug mehr zwischen Hinterweidenthal und Rinnthal fahren. Der Verkehr wurde in Rinnthal in Richtung Leimen abgeleitet. Wer nach Landau unterwegs war, verließ die B10 bei Hinterweidenthal und musste über Dahn und die Erlenbacher Kreuzung einen großen Bogen um Hauenstein fahren.

Der Zugverkehr auf der Bahnlinie zwischen Pirmasens und Landau war um 12 Uhr eingestellt worden. Zwischen den jeweiligen Endpunkten in Hinterweidenthal und Wilgartswiesen waren Busse eingesetzt worden, um die Reisenden weiterzubefördern. Polizei, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk kümmerten sich um die Umleitung. Besondere Vorkommnisse habe es dabei nicht gegeben, sagte Weißler.

Feuerwehr und Technisches Hilfswerk kümmerten sich um die Umleitungsstrecke.
Feuerwehr und Technisches Hilfswerk kümmerten sich um die Umleitungsstrecke.
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