Hauenstein / Luger Tal Trauer um Günter Steigner: Ein Leben für die Heimatgeschichte

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Günter Steigner, ein passionierter Heimatkundler und Autor, ist im Alter von 93 Jahren verstorben.

Mit Günter Steigner verlieren die Gemeinde Hauenstein und die Luger-Tal-Gemeinden einen verdienstvollen Mitbürger. Die Beerdigung findet am Samstag, 12. April, um 10 Uhr auf dem Hauensteiner Friedhof statt. Steigner war ein Beispiel dafür, wie ein geschichtlich interessierter junger Mann auch ohne Universitätsstudium zu einem weithin geachteten Heimatkundler und Buchautor werden konnte. Nach der Schule erlernte er das Schreinerhandwerk und erlangte während seines Berufslebens Anerkennung in seinem Metier. Bereits als Schulbub begeisterte er sich für Heimatgeschichte, zunächst erforschte er historische Grenzsteine.

Durch autodidaktische Studien und Seminarteilnahmen in Archiven erlangte er Ansehen in der Erforschung der Geschichte der Luger Tal-Gemeinden. Seine Recherche begann mit dem „Lorehof“ zwischen Hauenstein und Schwanheim, wo der selige Pfarrer Nardini aus Pirmasens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Waisenhaus gegründet hatte.

Steigner verfasste zahlreiche regional-pfälzische Beiträge und erarbeitete die Dorfgeschichte von Lug sowie Beiträge aus anderen Gemeinden an der Nahtstelle zwischen Süd- und Südwestpfalz. Besonders bedeutend ist sein Werk „Lug, die Geschichte eines Dorfes“, das 2001 auf rund 450 Seiten erschien. Bekannt wurde der Autodidakt und gläubige Christ auch durch Studien und Veröffentlichungen über Kirchenbauten und sakrale Monumente im Raum Hauenstein und im Luger Tal.

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