Südwestpfalz Toter im Haus Bethesda: Mit – aber nicht an Covid-19 gestorben

Acht weitere Covid-19-Fälle gibt es im Haus Bethesda in Thaleischweiler-Fröschen. Auch auf den nicht betroffenen Stationen müsse
Acht weitere Covid-19-Fälle gibt es im Haus Bethesda in Thaleischweiler-Fröschen. Auch auf den nicht betroffenen Stationen müssen Besucher Masken in den Zimmern ihrer Angehörigen tragen.

Einer der mit dem Coronavirus infizierten Bewohner des Hauses Bethesda in Thaleischweiler-Fröschen ist gestorben. Der Kreisverwaltung zufolge war die Todesursache aber nicht Covid-19. Für das Altenheim wurden am Freitag Infektionen bei fünf weiteren Bewohner und drei Mitarbeitern bestätigt.

34 neue Corona-Infektionen wurden am Freitag allein im Landkreis gemeldet. Der Inzidenzwert, den das Landesuntersuchungsamt für den Kreis errechnet, ist nun 118,1. Für die Städte Zweibrücken und Pirmasens sieht es besser aus: Dort bestätigten sich zum Wochenende sieben beziehungsweise vier weitere Covid-19-Fälle, so die Kreisverwaltung. Der Inzidenzwert, der sich auf die Anzahl an Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bezieht, liegt für Zweibrücken bei 96,5, für Pirmasens bei 59,7. Alle drei Bezirke im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Südwestpfalz gelten damit als Risikogebiete.

Der Horbacher Kindergarten bleibt voraussichtlich bis zum 1. Dezember geschlossen, weil eine Erzieherin positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet wurde. Ihre Kolleginnen gelten als Kontaktpersonen ersten Grades und müssen – ebenso wie viele Kinder – in häusliche Isolation. Der Kindergarten Höhfröschen betreibt nach einem Covid-19-Fall eine Kita- und eine Krippen-Gruppe im Notbetrieb von 7 bis 14.30 Uhr. Kinder und vier Erzieherinnen stehen unter Quarantäne. An vier Schulen in der Südwestpfalz hat sich jeweils ein neuer Fall ergeben: Positiv getestet wurden Schülerinnen an der IGS Waldfischbach-Burgalben und dem Pirmasenser Leibniz-Gymnasium sowie Jungs an der Zweibrücker Mannlich-Realschule und der Pirmasenser Montessori-Schule. Die Kontaktermittlungen dauern hier noch an. Die Schulen stehen laut Kreissprecher Thorsten Höh in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt und können den Unterricht nach jetzigem Stand fortsetzen.

Gesundheitsamt kommt kaum noch nach

Im Altenheim Bethesda in Thaleischweiler-Fröschen sind fünf weitere Bewohner und drei weitere Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert – alle im bereits seit vergangener Woche unter Quarantäne stehenden Bereich. Ein fast 80-jähriger Mann, der positiv getestet worden war, ist gestorben, allerdings an einer anderen Todesursache, so die Kreisverwaltung. Besucher müssen inzwischen in allen Stationen des Hauses auch auf den Zimmern ihrer Angehörigen Masken tragen, sagt Geschäftsbereichsleiterin Silvia Bach.

Wegen der großen Anzahl neuer Infektionen und weil etliche Einrichtungen betroffen sind, muss das Gesundheitsamt die Fälle nach und nach abarbeiten. Die Reihenfolge wird dabei laut Höh auch aufgrund einer Risikoeinschätzung bestimmt. Die Indexfälle und ihr Umfeld werden geprüft, Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt und entschieden, wie und wann weitere Corona-Tests gemacht werden. Dem Gesundheitsamt zufolge bedeuten Fälle in Schulen und Kitas nicht zwingend, dass die ganze Einrichtung geschlossen wird oder komplette Gruppen getestet und in Quarantäne geschickt werden. Landrätin Susanne Ganster und Heinz-Ulrich Koch, Leiter des Gesundheitsamts, appellieren eindringlich, sich streng an eine Quarantäneanordnung zu halten, auch wenn sie im ersten Schritt nur mündlich angeordnet wird.

Acht Personen stecken sich im privaten Umfeld an

Acht Südwestpfälzer haben sich im privaten Umfeld angesteckt. Ein Pirmasenser wurde als Reiserückkehrer aus Albanien positiv getestet. In die VG Thaleischweiler-Wallhalben kehrte ein Mann von einer Reise nach Luxemburg infiziert zurück. An ihrer Arbeitsstelle infizierte sich eine Frau aus der VG Rodalben. 18 Personen waren als Kontaktpersonen schon in Quarantäne, als sie ihr Testergebnis bekamen, so Höh. Wer Kontakt zu einem Infizierten hatte, steht ab dem Zeitpunkt des letzten Treffens für 14 Tage unter Quarantäne.

Als aktiv gelten in der Südwestpfalz derzeit 250 Fälle, 14 mehr als am Donnerstag. Die 45 neuen Fälle verteilen sich quer durch die Region: Pirmasens (4 neu), Zweibrücken (7) sowie die Verbandsgemeinden Dahner Felsenland (2), Pirmasens-Land (1), Rodalben (8), Thaleischweiler-Wallhalben (15), Waldfischbach-Burgalben (4) und Zweibrücken-Land (4).