Kreis Südwestpfalz Straßenbau und Gegenwind

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Der Widerspruch gegen Windräder bei Käshofen und wiederkehrende Beiträge für den Straßenbau sind zwei Themen, die Wiesbach dieses Jahr beschäftigen werden. Das kündigte Bürgermeister Emil Mayer am Sonntag beim Neujahrsempfang vor etwa 45 Gästen an. Dabei zog er eine positive Bilanz für seine Gemeinde, lobte die gute Zusammenarbeit und ärgerte sich über die Bundespolitik.

Das Jahr 2017 geht für Wiesbach da weiter, wo 2106 aufhörte. Vor allem die drei geplanten Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Käshofen werden den Gemeinderat und den Bürgermeister beschäftigen. Bereits im November hatte der Rat Einspruch gegen den Bau erhoben. „Bei zwei der Anlagen ist es mir egal, aber die dritte stünde direkt oberhalb des Sportplatzes und würde die Talstraße und die vordere Hauptstraße mit ihrem Schattenwurf und Lärm beeinträchtigen“, erklärte Mayer. Das will er zusammen mit dem Gemeinderat verhindern. Die Gemeinde werde außerdem das Projekt wiederkehrende Beiträge bis Ende des Jahres abschließen, so Mayer auf dem Neujahrsempfang. Hierzu ist für 24. Januar eine Informationsveranstaltung für die Wiesbacher Bürger geplant. Im April 2016 hatte der Gemeinderat einstimmig beschlossen, die wiederkehrenden Beiträge einzuführen. Ebenso werde man im kommenden Jahr auch mit Eigenleistungen den neuen Anbau mit den Umkleiden für die örtliche Feuerwehr errichten. „Auch um den Wald- und Forstweg am Burgberg, der teilweise in einem katastrophalen Zustand ist, werden wir uns 2017 kümmern“, kündigte Mayer an. Das Gemeindehaus erhält für 9000 Euro eine neue Heizung, nachdem die alte nach 40 Jahren am Ende ist und die Heizkosten in keinem Verhältnis mehr stünden. Mayer dankte in seiner Neujahrsrede sowohl dem Gemeinderat als auch den Vereinsvorständen für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Im Rat habe man sich immer auf Ergebnisse zum Wohl der Gemeinde verständigt und so beispielsweise durch LED-Technik die Kosten für die Straßenbeleuchtung auf ein Drittel reduziert. Vor allem die Vereine seien Träger für die Dorfjugend und des Lebens der Gemeinde. Auch die Arbeit der Kindergartenmitarbeiter sei bemerkenswert. „2004 waren sie zu acht, jetzt sind es 17, und die Zahl der Kinder ist um ein Drittel gestiegen, wobei vor allem Kleinkinder dazugekommen sind. Ich bin stolz auf unseren funktionierenden Kindergarten und auf die Zusammenarbeit mit der Grundschule“, so Mayer. Lob gab es auch für Wehrführer Florian Buchmann und dessen Stellvertreter Michael Broszies, die die Feuerwehr vor zwei Jahren reaktiviert haben. „Nur den Hut ziehen“ könne er zudem vor der Arbeit, die Bernhard und Christa Hemmer für die Gemeinde leisten. Er erinnerte an die Ernennung seines Amtsvorgängers Anton Buchmann zum Ehrenbürger Wiesbachs im Frühjahr 2016. Buchmann hatte 25 Jahre die Gemeinde geführt und in seiner Amtszeit „das Gesicht der Gemeinde“ maßgeblich gestaltet. Auch zeigte Mayer sich erfreut ob der regen Teilnahme am Empfang, der das Gemeindehaus an seine Fassungsgrenze brachte. „Nächstes Jahr müssen wir vielleicht ins Pfarrheim umziehen“, so Mayer. Wenig Lob übrig hatte der Bürgermeister indes für das beherrschende Bundesthema 2016, die Flüchtlingspolitik. „2015 hat man riesige Fehler gemacht, sowohl was den Zeitpunkt als auch die Größenordnung angeht. Heute zahlen wir dafür die Quittung“, fand Mayer angesichts des Anschlags in Berlin. Dass sich ein Mann an 14 verschiedenen Stellen registrieren, einen Anschlag verüben könne und nun politisches Hickhack ausgetragen werde, „das sind Dinge, die akzeptiere ich nicht. Die Politik bringt hier nichts auf die Eier, aber einer gibt dem anderen die Schuld“, ärgerte sich der Bürgermeister. Kürzer fasste sich Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker. Er dankte vor allem den Ehrenamtlichen vor Ort für ihre „unendliche Kleinarbeit“. Er warb für die weitere Unterstützung des Gemeinderates durch die Bürger und erklärte, die Verbandsgemeinde stehe hinter den Gemeinden. So habe es auch keinerlei Diskussion gegeben bei der Frage, ob die Verbandsgemeinde den Bau der neuen Feuerwehrumkleide in Wiesbach „mit einer sechsstelligen Summe unterstützt“. Mit dem Beispiel entkräftete er einen Zwischenrufer, der auf die Frage, was die Verbandsgemeinde 2016 für und in Wiesbach getan habe, geantwortet hatte: „Nix!“ |sach

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