Kreis Südwestpfalz Stoßstange an Stoßstange
Falsch parkende Autos rund um die Integrierte Gesamtschule (IGS) Contwig sind dem Anwohner Eduard Peifer ein Dorn im Auge. Dabei stören ihn insbesondere Eltern, die mit ihrem Auto im Halteverbot stehen und dort aufs Schulende und ihre Sprösslinge warten. Der zuständigen Ordnungsbehörde ist das Problem bekannt. Neben Kontrollen appellieren die Verantwortlichen an die Einsicht der Eltern.
„Es ist nach wie vor ein Problem. Ein großes Problem.“ Eduard Peifer ist sauer auf falsch parkende Autos in den Straßen rund um die IGS. Insbesondere in dem Verbindungssträßchen Am Stuttenstück zwischen Schillerstraße und Oberauerbacher Straße hat Peifer schon viele Autos beobachtet, die im Halteverbot stehen. Am Steuer: meist Eltern, die auf ihre Kinder warten. Kurz vor Schulende, einmal um 13 Uhr, einmal um 16 Uhr, sei es besonders schlimm. Manche Eltern kommen sehr früh und parken lange im Halteverbot, hat Peifer festgestellt. „Wenn ich die Leute anspreche, dann ernte ich wenig Verständnis.“ Thomas Höchst, der Leiter der IGS, kennt das Problem. „Wir weisen die Eltern regelmäßig darauf hin“, sagt er auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Die parkenden Autos seien nicht nur ein Ärgernis, sie blockierten auch die Sicht und gefährdeten so die zu Fuß nach Hause gehenden Schüler. In der Sache stehe die Schule „in regem Kontakt“ mit der Verbandsgemeinde, Kontrollen hätten auch schon stattgefunden. Höchst hofft, dass sich das Problem erledigen wird, wenn die im Moment laufenden Bauarbeiten rund um die Schule abgeschlossen sind. Das hofft auch Peifer. „Die Parkplätze sind wegen der Bauarbeiten belegt“, sagt der Anwohner. An der IGS wird an einem Neubau gearbeitet, der zu Beginn des kommenden Schuljahres fertig sein soll. Anschließend soll der Altbau saniert werden. Unter anderem wird auch ein neuer Busbahnhof für die Schule gebaut, die alte Buswendeschleife soll dann als Abholschleife dienen. „Das dauert aber noch ein bisschen“, bedauert Höchst. Wie Philipp Ziel, der Sprecher der Kreisverwaltung Südwestpfalz, auf RHEINPFALZ-Anfrage mitteilt, sollen die Bauarbeiten an der Bushaltestelle im kommenden Jahr anlaufen. Die Kreisverwaltung ist Träger der IGS. Entschärft hat sich aus Sicht Höchsts das Problem, dass Lehrer – und mittlerweile auch Schüler – in den Nebenstraßen rund um die Schule parken. Davon berichteten auch der RHEINPFALZ einige Leser. „Wir haben bei einer Dienstbesprechung darauf hingewiesen und auch in einem Elternbrief informiert“, sagt Höchst. Eduard Peifer teilt die Ansicht des Schulleiters. „Wenn die Leute nicht auf dem Bürgersteig parken, ist das nicht so problematisch.“ Das Problem werde sich endgültig entschärfen, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind. „Dann gibt es neue Lehrerparkplätze“, sagt Höchst. Gerade der Baustellenverkehr trägt laut Peifer aber dazu bei, dass es vor allem in der Oberauerbacher Straße zu Verkehrsbehinderungen kommt. Vor nicht allzu langer Zeit sei ihm dort ein Laster aufgefallen. Dessen Fahrer entlud mit einem Stapler sein Fahrzeug, wodurch die Straße nicht mehr richtig befahrbar gewesen sei. „Wenn da die Feuerwehr durchmuss, funktioniert das nicht“, sagt Peifer. Für Reiner Stephan, den Leiter der Abteilung Ordnung und Soziales bei der Verwaltung der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, sind Parkprobleme rund um Schulen nichts Besonderes: „Das Problem ist bei allen Schulen erlebbar. Quer durch die Republik.“ Er sagt: „Es ist nicht in Ordnung, aber ein Einhalten der Regeln zu 100 Prozent werden wir nicht erreichen können.“ Es fänden zwar Kontrollen statt, eine engmaschige Überprüfung der Verhältnisse ist aus Stephans Sicht aber nicht möglich. „Wir haben 17 Ortsgemeinden, das ist personell nicht möglich.“ Die Verbandsgemeinde hat einen Vollzugsbeamten beim Ordnungsamt, der laut Stephan nicht nur falsch parkende Autos zu überprüfen hat, sondern auch noch viele andere Aufgaben wahrnehmen muss. „Ich kann da nur an die Einsicht der Eltern appellieren.“ Seite 4