Contwig Stambacher sind sauer auf Raser an der Grundschule
Die Idee zum Bürgerforum entstand laut Contwigs CDU-Chef Walter Hüther im Frühjahr. Ziel ist, an mehreren Terminen im Jahr die Anwohner selbst zu Wort kommen zu lassen, sie sollen der Ortsspitze berichten, was im Dorf gut läuft und was nicht.
Bevor es jedoch in den Dialog mit den Stambachern ging, informierte Bürgermeisterin Nadine Brinette zunächst über aktuelle Baustellen und Projekte im Dorf. „Zu meinem Amtsbeginn stand viel Straßenausbau an“, sagt Brinette. Zunächst war es die Bahnhofsstraße, die ausgebaut wurde, dann die Felsackerstraße in Stambach und aktuell die Hohlbachstraße. „Eine Baustelle bringt immer Dreck, Unmut und Umstand für die Anlieger“, so die Bürgermeisterin. Dennoch sei die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Anwohnern und Baufirmen bislang immer sehr gut abgelaufen. Für die Bürgermeisterin alles andere als selbstverständlich.
Glasfaser ist später dran als geplant
Ein weiteres Großprojekt im Dorf ist dann noch der Glasfaserausbau durch die Firma „Unsere Grüne Glasfaser“ (UGG). „Eigentlich ist das nicht die Sache der Gemeinde, weil es ein eigenwirtschaftlicher Ausbau ist.“ Dennoch sei die Dorf-Spitze beim Ausbau mit im Boot, nicht zuletzt um sicherzustellen, dass alles reibungslos anläuft. Der Ausbau hat sich laut Brinette verzögert, Grund seien Naturschutz-Richtlinien sowie das Verlegen unter Bahntrassen und Landstraßen. „Es ist ein verspätetes Projekt, aber noch immer ein Gutes.“
Es gibt aber auch Projekte, die laut Brinette noch nicht angelaufen sind. Die Stambacher betrifft dabei allen voran der geplante Ausbau der Landauer Straße. Weil der Ausbau der Fahrbahn Sache des LBM ist und die Gehwege Sache der Gemeinde sind, müsse gut zusammengearbeitet werden. Brinette bestätigte am Freitagabend nochmals dass die Landauer Straße im LBM-Ausbauprogramm ab 2025 stehen soll. Und auch schon erste Gestaltungsideen stehen fest: Die Straße soll schmaler werden, zudem mehr Grünflächen auf den Gehwegen eingebaut werden. Wenn die Straße schmaler ist, hofft Brinette, dass auch nicht mehr allzu viele Autofahrer zu schnell durch den Ort fahren.
Autos an Grundschule zu schnell
Apropos schnelle Autofahrer: Die Stambacher kritisierten beim Bürgerforum die Verkehrssituation an der Grundschule. Viele Autos fahren zu schnell, sagen sie. Der Bürgermeisterin und der Dorf-Spitze sei das Problem bekannt. Zudem seien die Anwohner der Birkenstraße unzufrieden, dass ihre Straße vom Durchgangsverkehr geplagt wird. Eigentlich ist die Birkenstraße eine Sackgasse, als die Felsackerstraße jedoch ausgebaut wurde, wurde der Wendehammer über ein kurzes Asphaltstück an die Friedhofsstraße angeschlossen. Brinette sagt, dass der Straßenanschluss nicht rückgebaut werden soll. Auch wenn bald die Schulcontainer an die Stambacher Grundschule angebaut werden, müssen die schweren Fahrzeuge durch das kleine Teilstück. Fahren sie stattdessen durch die neue Felsackerstraße, geht die gleich wieder kaputt, so die Bürgermeisterin.
Zudem kritisieren Anwohner, dass es am Friedhof zu wenig Parkmöglichkeiten gibt. Parkplätze gibt es zwar schon, jedoch würden die von Anliegern zugestellt. Die Anwohner regten am Freitag an, das Parken zeitlich zu beschränken.
Das nächste CDU-Bürgerforum wird am kommenden Freitag, 30. Juni, 19 Uhr, in der Contwiger VT-Gaststätte abgehalten. Kommen darf jeder.