Contwig Stambacher befürchtet: Diebe auf dem Friedhof unterwegs
Walter Stöckle besucht bereits seit 28 Jahren regelmäßig das Grab seiner Eltern auf dem Stambacher Friedhof. In all dieser Zeit sei von dort noch nie etwas gestohlen worden, sagt er – bis vor einer Woche. An einem Sonntag fiel ihm auf, dass auf mehreren Gräbern die Blumenverteiler fehlten – Einsätze für Vasen, damit die Blumen in verschiedene Richtungen abstehen. Er erstattete per Internet bei der Polizei Anzeige. Auf weiteren elf Gräbern habe er das Fehlen der Aufsätze bemerkt. „Den ganzen Friedhof habe ich nicht abgesucht, und vielleicht waren auf manchen Gräbern auch vorher schon keine Verteiler“, erzählt Stöckle.
Mit dem Bekanntmachen des Diebstahls will er vor allem andere Grabeigentümer auf die Situation aufmerksam machen, die „noch nichts von ihrem Glück wissen“. Ein neuer Blumenverteiler koste im Internet knapp 40 Euro, und er glaubt nicht, dass der fehlende Verteiler wieder auftaucht. „Was weg ist, ist weg“, so Stöckle.
Die Polizeiinspektion Zweibrücken setzt bei den Ermittlungen unter anderem auf eine Tatortbegehung und Befragungen, um mögliche Zeugen ausfindig zu machen. Dem Leiter der Polizeiinspektion, Matthias Mahl, geht es zunächst auch darum festzustellen, ob einige der fehlenden Verteiler möglicherweise vor dem Winter abgebaut und eingelagert wurden. Sollten am Ende alle möglichen Ermittlungsansätze erfolglos bleiben, werde die Ermittlung eingestellt und an die Staatsanwaltschaft abgegeben.
„Zu den Erfolgsaussichten der Aufklärung dieses Falles kann ich derzeit keine Einschätzung abgeben, da die Ermittlungen noch in einem frühen Stadium sind“, sagte Mahl auf Anfrage der RHEINPFALZ.