Hilst Spielplatz wieder offen, Einweihung wird nachgeholt

Der neu angelegte Hilster Spielplatz wird dominiert von einem großen Ensemble.
Der neu angelegte Hilster Spielplatz wird dominiert von einem großen Ensemble.

Landesweit durften die Kinder am 3. Mai wieder auf die infolge der Corona-Pandemie geschlossenen Spielplätze. Zwei Tage später wurde der einzige Hilster Spielplatz auf dem Dorfplatz geöffnet. Er war nicht nur Wochen, sondern rund zwei Jahre geschlossen. Neu ist ein Ensemble von Spielgeräten für rund 14.000 Euro.

Bei der turnusmäßigen Überprüfung durch das Fachbüro Ramke aus Berlin 2018 hatten sich so gravierende Mängel ergeben, dass der Spielplatz geschlossen wurde. Die alten Geräte wurden abgebaut, kleinere wie Wippe und Federvieh aufbewahrt. Noch der alte Ortsgemeinderat beschloss im März 2019 die Anschaffung eines Ensembles mit der Bezeichnung „Dahlemer Straße“. Mit Herstellung, Lieferung und Installation wurde die Firma Seibel aus Hinterweidenthal für rund 14.000 Euro beauftragt.

Der Doppelhaushalt 2019/2020 sah für das Gerät 12.000 Euro vor. Doch die Vereine gaben den Rest dazu, wie das damalige SPD-Ratsmitglied Jörg Umert (Obst- und Gartenbauverein) sowie die CDU-Ratsmitglieder Anja Kölsch und Nicole Nagel (Kinder- und Jugendverein) erklärten. Im Herbst begann die neue Gemeindeführung mit Ortsbürgermeister Michael Ehrgott, nach kostenneutralem Abbau von Turm und Rutsche das Gelände für das neue Großgerät aus Rubinienholz vorzubereiten. Eingebunden in die Arbeiten waren Mitglieder der im Vorjahr gegründeten Kuckucksbande.

Bouleplatz

Die letzten Handgriffe am neuen Spielgelände übernahmen Ehrgott, Gemeindearbeiter Fredy Konrad und Ratsmitglied Thomas Hochländer. Noch fehlt der Belag auf dem oberen Weg des weiträumigen Spielgeländes, berichtete der Bürgermeister. Integriert wurde ein Bouleplatz am unteren Ende des Dorfplatzes zur Unteren Straße hin. Der kann schon genutzt werden. Die Anlage des Bouleplatzes war eine der ersten Aufgaben des Ortsbürgermeisters. Der neue Platz kostet die Ortsgemeinde nichts, denn Ehrgott zahlt das Material.

„Alle Kinder dürfen unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen die Spielgeräte benutzen“, sagte Ehrgott. Weil es derzeit nicht möglich ist, den Platz einzuweihen, wird der festliche Akt nachgeholt, berichtete der Bürgermeister. Bis dahin könnte der Spielplatz mit einem weiteren wichtigen Gerät bestückt sein: Es fehlt eine Schaukel. Über einen Standort hat Ehrgott bereits nachgedacht. Der Hilster Alfred Feigl hat angekündigt – falls die Gemeinde keine finanziellen Mittel dafür hat –, eine Kinderschaukel zu spenden, damit sie sein Enkel Lasse als Erster ausprobieren darf.

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