Rodalben / Thaleischweiler-Fröschen RHEINPFALZ Plus Artikel Spezialisten aus dem Erzgebirge machen havarierten Zug flott

Elf Spezialisten aus Sachsen (rechts deren Chef Martin Engwicht, im Hintergrund PWV-Chef Günter Breiner) halfen mit, den liegeng
Elf Spezialisten aus Sachsen (rechts deren Chef Martin Engwicht, im Hintergrund PWV-Chef Günter Breiner) halfen mit, den liegengebliebenen Triebwagen auf der Bierbermühle transportfähig zu machen.

Wochenlang stand der Triebwagen, der im Februar bei Thaleischweiler-Fröschen mit einem Baum kollidiert und schwer beschädigt worden war, auf dem Bahnhof Biebermühle. In dieser Woche wurde er von Spezialisten transportfähig gemacht. Am Mittwoch rollte er, angehängt an einen Zug, in Richtung Nordhessen zur Werkstatt.

Die für besonders schwierige Aufgaben ausgebildete und geübte Sondergruppe der Eisenbahn-Bau- und -Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn (PRESS) leistete dazu über einige Tage ihren Beitrag. PRESS ist ein mittelständisches Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz in Jöhstadt im Erzgebirge/Sachsen. Elf Mann, Lokführer und Zugmechaniker, waren für den Spezialauftrag der Deutschen Bahn in die Südwestpfalz gekommen und kümmerten sich um den beschädigten Triebwagen.

Ihr Auftrag bestand hauptsächlich darin, wie Projektleiter Martin Engwicht im RHEINPFALZ-Gespräch erklärte, Fahrgestell und Achse auszutauschen, wozu unter anderem der Einsatz eines Schwerlastkrans erforderlich war. Dies war laut Engwicht die Voraussetzung „für die Zuführung zur Reparatur“. Der Triebwagen konnte danach „in den Zug nach Norden eingereiht“ werden.

Im Güterverkehr tätig

„Wenn wir nicht für Spezialaufträge gebraucht werden, sind wir vor allem im Güterverkehr tätig“, so Engwicht. Dann kümmerten sich seine Mannen zum Beispiel um „weniger begehrte Transporte“, etwa den von Holz.

Quartier hatte die Gruppe im Hilschberghaus des Pfälzerwald-Verein Rodalben bezogen, wo sie Pfälzer Spezialitäten aufgetischt bekam und Günter Breiner den zertifizierten Felsenwanderweg ins Gespräch brachte. Am Dienstag – Ruhetag im Hilschberghaus – übernachteten die Gäste im Peterhof. „Wir glauben, es würde sich lohnen, die Gegend näher kennenzulernen“, ließ die Gruppe vor der Rückfahrt verlauten.

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