Südwestpfalz
Sparen mit der RHEINPFALZ: Ferienspaß für kleines Geld
Ab nach draußen – das bietet sich vor allem in der kommenden, ersten Ferienwoche geradezu an. Denn ab Montag ist spätsommerliches Wetter gemeldet. Fast nichts (außer Benzin und Proviant) kostet es, wenn Spielplätze, Freizeitparks und Burgen angesteuert werden. Nur Muskelkraft wird eingesetzt, wenn die Familie sich aufs Rad schwingt oder wandern geht.
Draußen: Spielen und wandern
Kostenlos ist der Aufenthalt im Spielpark Teufelstisch in Hinterweidenthal. Nur Benutzer der barrierefreien Minigolfanlage mit zwölf Bahnen müssen etwas bezahlen: Erwachsene zwei Euro, Kinder 1,50 Euro. Seilbahn, Wasserspielplatz und Kleinkinderspielplatz gibt es dort, Barfußpfad, Ruhezone, einen geologischen Lehrpfad und natürlich die 50 Meter lange Rutsche. Im Spielpark der Gemeinde Hinterweidenthal sind allerdings laut aktueller Mitteilung vom 12. bis 23. Oktober mangels Personals nicht alle Einrichtungen nutzbar. Daher am besten vor der Anfahrt immer auf die Homepage der Gemeinde schauen.
An Spielplätzen mangelt es nicht. Hier nur einige weitere Beispiele: der Pirmasenser Strecktalpark, der Wasserspielplatz Waldfischbach-Burgalben für kleine Kinder, der Mehrgenerationenplatz in Thaleischweiler-Fröschen, der neue Barfußpfad in Höhfröschen, der Freizeitpark Birkenfeld bei Ludwigswinkel oder der Ritter-Spielplatz am Gimbelhof im Elsass.
Burgen im Blick
Auch kindgerechte Wandertouren gibt es einige. Und das sogar mit Kinderwagen. Nur ein Beispiel ist die knapp vier Kilometer lange Tour um den Seehofweiher bei Erlenbach. Dort liegt auch die bewirtschaftete Burg Berwartstein, die gegen Eintritt besichtigt werden kann. Die Burg ist bis 6. November täglich geöffnet, über Winter dann noch am Wochenende. Eine etwa 3,5 Kilometer lange geführte Wanderung für die ganze Familie bietet der Pfälzerwald-Verein Niederschlettenbach am 26. Oktober an. Dort geht es gegen 13.30 Uhr vom Wanderparkplatz Weißensteiner Hof auf einem Rundwanderweg vorbei an den Buchkammern, dem mittelalterlichen Felsengefängnis der Burg Drachenfels. Eingekehrt wird an der Busenberger PWV-Hütte mit Spielplatz.
Überhaupt Burgen: Davon gibt es ebenfalls viele – ob Lemberger Burg, Burg Gräfenstein bei Merzalben, das Burgenmassiv Alt-Dahn bei Dahn (bis 31. Oktober täglich außer Mittwoch von 10 bis 17 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr), die Wegelnburg bei Nothweiler oder die große Rätselburg Fleckenstein bei Lembach im Elsass (Eintritt ohne Führung für Erwachsene fünf Euro, für Kinder drei Euro).
Familienführung auf Burg Neudahn
Das Mittelalter gilt als grausam und rückständig. Aber stimmt das wirklich? Wie lebten Kinder, Frauen, Bauern und Ritter damals? Wer Gabi Martin auf einer kurzweiligen Führung mit Sagen, Geschichten und Fakten begleitet, erhält Antworten. In den Herbstferien bietet die Gästeführerin aus Merzalben eigens für unsere Leser eine geführte Familienwanderung auf die Burg Neudahn bei Dahn an: am Mittwoch, 19. Oktober, ab 14 Uhr. Treffpunkt ist an der Gaststätte am Neudahner Weiher. Die Erlebniswanderung dauert etwa drei Stunden und führt auf einer kleinen Rundwanderung (etwa fünf Kilometer) auf die aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg. Zum Erkunden sollten die Teilnehmer Taschenlampen mitbringen, stabile Wanderschuhe sind Pflicht. Die Wanderung kostet zwei Euro pro Person. Geeignet ist sie für Kinder ab dem Grundschulalter und für Erwachsene. Da es ein Limit gibt, bitten wir um Anmeldung bei der RHEINPFALZ Pirmasens bis Montag, 17. Oktober, 16 Uhr, per E-Mail unter redpir@rheinpfalz.de.
Kastanien sammeln: Am besten früh aufstehen
Passend zum Herbst kann man natürlich auch Kastanien sammeln. Viele Bäume gibt es beispielsweise in der Hauensteiner Region, wo am kommenden Sonntag auch der „Keschdemarkt“ stattfindet. Ein guter Platz ist am Ortsrand von Hauenstein in Richtung Lug, am Jugendzeltplatz. Sonja Spieß vom Touristbüro rät allerdings, dort möglichst früh am Vormittag auf die Suche zu gehen – oder abzuwarten, bis der nächste Sturm die stachligen Kugeln in größeren Mengen von den Bäumen pflückt. Apropos stachlig: Handschuhe sind beim Sammeln nicht von Nachteil.
Draußen: Ein Minigolf-Ball auf Abwegen
Im Eppenbrunner Freizeitpark gibt es eine ganz besondere Minigolf-Anlage. Auf zwölf Bahnen geht es für Ball und Spieler quer durchs Gelände. Adventure-Minigolf heißt das und macht richtig Spaß. Die Anlage im Freizeitpark ist ganzjährig bespielbar. Parken kann man auf dem Wanderparkplatz in der Himbaumstraße. Schläger und Bälle gibt’s am Kiosk im Freizeitpark. Erwachsene zahlen 3,50 Euro, Kinder zwei Euro.
Draußen: Trendsport Discgolf im Pirmasenser Strecktal
Wem Minigolf zu öde und richtiges Golf zu etepetete und teuer ist, der kann sich im Pirmasenser Strecktalpark mal an der Trendsportart Discgolf versuchen. Das funktioniert genau wie alle anderen Golf-Varianten, nur eben mit speziellen Scheiben (Discs), die einem Frisbee ähneln: Auf einem Parcours geht es darum, die Scheiben mit möglichst wenig Versuchen in einen Korb zu werfen. Im idyllischen Strecktalpark sind es 16 Bahnen, die von Discgolfern aus ganz Deutschland geschätzt werden. Spielen lässt sich prima mit der ganzen Familie: Jeder der einen Frisbee bedienen kann, der kann auch Discgolf spielen. Empfohlen ist festes Schuhwerk.
Anderthalb bis zwei Stunden dauert eine komplette Runde, kann aber auch abgekürzt werden, Pläne und Punktekarten zum Ausdrucken gibt es auf der Webseite des Pirmasenser Dynamikums. Im Mitmachmuseum bekommt man auch die speziellen Scheiben – Frisbees von zu Hause taugen zum Discgolf nicht – gegen eine Leihgebühr von drei Euro. Es empfiehlt sich, ein oder mehrere kleine Handtücher mitzunehmen. Zum einen, um eine nasse Scheibe abzutrocknen – Discgolf funktioniert auch prima bei Regen. Zum anderen kann die Partie durchaus zur schweißtreibenden Angelegenheit werden, die Topographie im Strecktalpark sollte nicht unterschätzt werden. Die Anlage ist von 6 bis etwa 22 Uhr geöffnet, ab November bis etwa 20 Uhr.
Besuch im Berg: Die Erzgrube Nothweiler
Bis 1883 wurde im ehemaligen Bergwerk bei Nothweiler im Dahner Felsenland Eisenerz abgebaut, unter schwierigen Bedingungen. Fast 100 Jahre später machten sich Freiwillige daran, die alte Grube aufzuräumen und begehbar zu machen. Seit 1978 kann sie als Schaubergwerk unter fachkundiger Führung besichtigt werden. Während eines 420 Meter langen ebenerdigen Rundgangs unter Tage erfahren kleine und große Besucher einiges über den Bergbau und das Leben in früheren Zeiten. Lebensbedingungen der damaligen Zeit. Die Erzgrube ist beleuchtet, ebenerdig und trocken und außerdem barrierefrei. Geöffnet ist sie noch im Oktober von Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Führungen gibt es zu jeder vollen Stunde. Kinder bis fünf Jahre sind frei, Kinder ab sechs Jahren bezahlen 3,50 Euro, Erwachsene fünf Euro, die Familienkarte kostet 12 Euro. Erreichbar ist die Erzgrube über Nothweiler und von dort über einen kurzen Fußweg zum Kolbenberg.
Drinnen und draußen: Das Kakteenland Steinfeld
Schon mal hautnah eine fleischfressende Pflanze gesehen? Möglich ist das im Kakteenland in Steinfeld bei Bad Bergzabern, in der Nachbarschaft des Dahner Felsenlandes. Dort gibt es auf 5000 Quadratmetern im Gewächshaus (also auch regentauglich) tausende von tropischen Pflanzen, Kakteen und Sukkulenten zu bewundern. Shop und ein Bistro sind vorhanden. Das Kakteenland ist täglich geöffnet und kostet keinen Eintritt. Adresse: Kakteenland Steinfeld, Wengelspfad 1, 76889 Steinfeld.
Drinnen: In der Spielscheune toben
Wenn das Wetter gar nicht mitspielt, dann bietet die Spielscheune in Thaleischweiler-Fröschen (Hauptstraße 1) die Möglichkeit, dass Kinder unter einem schützenden Dach ausgelassen toben können. Vier Etagen bieten Spielespaß mit Kletterwand und -netzen, Rutschstange, Trampolin und Röhrenrutsche. Die Spielscheune ist ein beliebter Ort, um Kindergeburtstage zu feiern, die dazugehörige Küche und der Aufenthaltsraum sind in den Herbstferien ausgebucht. Geöffnet täglich außer sonntags von 15 bis 18 Uhr, Kinder zahlen 1,50 Euro Eintritt. Infos unter Telefon 0176 43947178 (15 bis 18 Uhr).
Drinnen: Im Land der Schokohasen und Nikoläuse
Für eine halbe Million Euro hat der Schokoladenhersteller Wawi seine Schoko-Welt in Pirmasens am Unteren Sommerwaldweg 18 bis 20 erneuert. In der gläsernen Produktion kann man den Schokoladenmachern über die Schulter schauen. Dort sieht man, wie aus flüssiger Schokolade Hohlfiguren werden – derzeit werden Nikoläuse gefertigt. Und man sieht, wie die Nikoläuse mit Schokolade geschminkt und angezogen werden. Leckermäulchen können im Café und im Werksverkauf die Wawi-Produkte kosten. Und im kleinen Museum erfährt man viel über die Geschichte des Unternehmens, über Schokolade, die Herstellung von Hohlfiguren und deren Geschichte. Der Eintritt ist frei, die gläserne Produktion kann montags bis samstags von 8 bis 17 Uhr besucht werden.
Drinnen: Alles, was man über Schuhe wissen kann
Das neu gestaltete Deutsche Schuhmuseum in Hauenstein bietet für die ganze Familie etwas: Maschinen, Mode, Marken, Skurriles und Ungewöhnliches. Ältere finden etwa mit Lurchi ihren Kindheitsbegleiter wieder, der Nachwuchs erfährt, dass es nicht nur Sneaker gibt, und kann den weltweit größten Schuh bestaunen. Das Schuhmuseum in der Turnstraße 5 hat täglich von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet; eine Familienkarte kostet dort 20 Euro.
Wie Schuhe heute hergestellt werden, zeigt das Erlebniszentrum Josef Seibel Schuhfabrik in der Waldenburger Straße 1 nahe der Schuhmeile an der B10. Es hat geöffnet (März bis Oktober) von Montag bis Freitag von 10 bis 16.30 Uhr, samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr. Erwachsene bezahlen fünf Euro, Kinder drei Euro, die Familienkarte kostet 15 Euro.
Natur drinnen und draußen: Im und am Biosphärenhaus
Wald, Tiere und das Leben im umgebenden Biosphärenreservat gibt es für Kleine und Große im Biosphärenhaus bei Fischbach zu erfahren: drinnen im Haus mit seinen Ausstellungen, etwa zur Nacht, und draußen auf dem Baumwipfelpfad mit seiner langen Röhrenrutsche am Ende. Zum Gelände gehört ebenfalls ein Spielplatz. Das Biosphärenhaus ist noch in den Herbstferien täglich geöffnet von 9.30 bis 17 Uhr. Ein Kombiticket für Biosphärenhaus und Wipfelpfad kostet für Kinder und Jugendliche sieben Euro, für Erwachsene neun Euro. Der Eintrittspreis für eine dreiköpfige Familie liegt damit zwar über unserem Limit von 20 Euro. Allerdings könnte es sein, dass das Biosphärenhaus nach seiner Winterpause ab November nicht mehr öffnen wird. Damit wären die Herbstferien die letzte Gelegenheit zum Besuch.
Nicht zuletzt: Staunen und probieren im Dynamikum
Das Pirmasenser Mitmachmuseum Dynamikum (Fröhnstraße 8) liegt mit 26 Euro für eine Familienkarte (Zwei Erwachsene und ein Kind) zwar ebenfalls über unserem Limit, hat allerdings auch für den ganzen Tag und bei Regen etwas zu bieten. Geöffnet ist das Dynamikum von Dienstag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr sowie am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Am 31. Oktober ist geschlossen.