Südwestpfalz Sommerschule: Nur ein Drittel der Plätze werden in Anspruch genommen
Vor Ort kümmerten sich Lehramtsstudenten um die Kinder und Jugendlichen. Sie unterstützten die Schüler vorwiegend in den Fächern Mathematik und Deutsch. Insgesamt 112 Anmeldungen lagen für die zwei Wochen vor. Damit waren von den bereitgestellten Plätzen – 120 pro Woche für den Grundschulbereich und 200 für Schüler ab der fünften Klasse – nur rund ein Drittel belegt. Ein Grund für die geringe Teilnahme war dabei vermutlich der Aufwand für die Eltern: Diese mussten die Kinder und Jugendlichen für drei Stunden Sommerschule zu den Standorten bringen und abholen. Das war für viele Berufstätige wohl nicht leistbar. Zudem war der Zeitraum auf die letzten beiden Ferienwochen begrenzt.
Um Familie und Beruf besser vereinen zu können, hatte der Landkreis über die Sommerschule hinaus weitere Angebote über die kompletten Ferien geschaffen. Bei allen Angeboten der Kreisjugendpflege und zum größten Teil auch bei denen der Verbandsgemeinden fand für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren eine schulische Förderung statt, sodass die Kinder ein umfassendes Tagesangebot hatten.
„In Anbetracht des Aufwandes ist es schade, dass nicht mehr Kinder für die Sommerschule angemeldet wurden. Den Schülern wird hier die Möglichkeit geboten, Defizite, die aufgrund der Corona-Pandemie aufgetreten sind, aufzuarbeiten, ohne dass dabei der Spaß zu kurz kommt“, bedauerte der Kreisbeigeordnete Peter Spitzer.
Zu der Sommerschule und den Angeboten der Jugendpflege gab es an einigen Standorten zusätzliche Feriensprachkurse der Kreisvolkshochschule Südwestpfalz. Dafür hatten sich 20 Schüler angemeldet.rhp/daa