Battweiler
Sogar der Sportplatz im Tal könnte Glasfaser-Internet bekommen
Die Gigabit-Breitbandversorgung wäre die Garantie für ein flächendeckendes schnelleres Internet im Dorf, erläuterte Isabelle Scherer von der Deutschen Glasfaser in der Ratssitzung am Dienstag. Die Firma bräuchte keinen Vorlauf mehr, um genügend Anschlussnehmer zu werben, da die ehemalige Firma Inexio, die nun zur Deutschen Glasfaser gehört, in Battweiler bereits 85 Prozent der Haushalte als Internetkunden hat. Wenn die Kreisverwaltung zustimmt, werde man sofort eine Firma suchen, die die Erdarbeiten übernimmt, damit schon bald die Rohre verlegt werden können.
Bei der Präsentation in der Ratssitzung konnten neben dem Rat auch einige interessierte Zuhörer sofort sehen, dass auch alle kleinen Seitenstraßen eine Breitbandversorgung erhalten. Selbst das Sportheim könnte einen Anschluss bekommen. Das müsse aber noch mit den Fußballern abgeklärt werden. Nicht angeschlossen würden die drei Aussiedlerhöfe Richtung Contwig und zur Pottschütthöhe.
Für die Gemeinde kostenlos
Die gesamte Erdverkabelung würde für die Ortsgemeinde kostenlos ausgeführt. Dies war am Dienstagabend die wichtigste Botschaft für den Ortsgemeinderat, da die Gemeinde schon die Leerrohre in der Windhofstraße, nicht finanzieren kann, da es hierfür keinen Zuschuss mehr gibt. Beim Ausbau der Blumenstraße erhielt die Gemeinde noch einen Zuschuss von 85 Prozent, erläuterte Ortsbürgermeister Werner Veith. Die günstigste Variante für die Leerrohre in der Windhofstraße würde die Ortsgemeinde immer noch 16.000 Euro kosten, was nur durch ein Darlehen zu finanzieren wäre. Deshalb sollten die Leerrohre in der Windhofstraße von Glasfaser Deutschland zuerst verlegt werden, damit der neue Gehweg in dieser Straße später nicht mehr aufgerissen werden muss.
Schon im Juni wird das Unternehmen mit einem Spezialfahrzeug die notwendigen Daten sammeln, in welchem Verfahren die Erdarbeiten ausgeführt werden können. Das Unternehmen hat drei Möglichkeiten, Leitungsgräben herzustellen, damit nur notwendige Erdarbeiten erforderlich sind. Wo es sich anbietet, wird man auch durchs Erdreich schießen, sodass es keinen Gehweg oder Straßenaufbruch gibt. Alle geöffneten Gehwegabschnitte werden spätestens am Folgetag wieder geschlossen. Für zukünftige Nutzer der Glasfaserversorgung ist die Herstellung der Hausanschlüsse kostenlos. Es gibt auch keine Mindestlänge für eine Leitungsverlegung zum Haus. Auch Gebäude in zweiter Reihe werden ohne Zusatzkosten angeschlossen – ein weiterer wichtiger Beweggrund für die Ortsgemeinde, die Versorgung der Deutschen Glasfaser zu übertragen.
70 Euro Anschlussgebühr
Wer sich während der Bauphase für einen Glasfaseranschluss entscheidet, zahlt eine einmalige Bereitstellungsgebühr von 70 Euro. Später kostet es 750 Euro. Die Deutsche Glasfaser bietet vier Tarife mit unterschiedlicher Geschwindigkeit an. Die Firma wird alle Haushalte in den nächsten Wochen mit Handzetteln informieren. Fest steht, dass die bisherige Versorgung im Dorf bestehen bleibt, sodass auch Haushalte, die kein Interesse an Glasfaser haben, die bisherige Internetleistung weiterhin zur Verfügung haben.