Käshofen So rettet eine neue Treppe die Käshofer Altenstube
2023 hatte der Käshofer Rat den Sachverständigen Johannes Schanzenbach mit der Prüfung der Statik für die geplante Rettungstreppe am Dorfgemeinschaftshaus (DGH) beauftragt. Nun geht Schanzenbach in Rente; mit der Prüfung hatte er aber noch nicht begonnen. Daher musste ein neues Sachverständigenbüro gefunden werden. Der Rat beauftragte einstimmig das Büro Borapa aus Kaiserslautern. Zu annähernd gleichen Kosten wie Schanzenbach, wie Bürgermeisterin Angela Schneider-Gabriel mitteilte.
Die Außentreppe, die im rückwärtigen Teil des DGH einen Rettungsweg aus der Altenstube ermöglichen soll, steht im Zentrum einiger Baumaßnahmen, die im und am Haus bevorstehen. Hintergrund sind zahlreiche Mängel beim Brandschutz, die von der Bauaufsicht der Kreisverwaltung Südwestpfalz angemahnt wurden.
Altenstube stand zur Disposition
Dass ein zweiter Rettungsweg aus der zurzeit geschlossenen Altenstube fehlt, sorgte für reichlich Gesprächsstoff im Dorf. Zeitweise plante der Rat sogar, die Nutzung der Stube ganz aufzugeben, um die Baukosten für die Rettungstreppe zu sparen. Nun muss diese aber nicht mehr bis hinauf in den Mannschaftsraum der Feuerwehr gebaut werden. Fördergelder vergünstigen den Anbau zusätzlich. Verzichtet man weiter auf den Anbau der Treppe, würde das der Gemeinde lediglich 3000 Euro ersparen; im Vergleich zu einer Brandschutzvariante ohne Treppe. Was einen Verzicht auf sie nicht mehr rechtfertigt. Diese Tatsache wurde im Zuge der Erkrankung und des Todes von Bürgermeister Egon Gilbert dem Rat erst zu Jahresbeginn bekannt.
Infolge der Umstellung der Ratsarbeit auf Tablets und Laptops und den Verzicht auf Papier – „was der Verbandsgemeinde extreme Kosten spart“, so Ratsmitglied Bernd Hofer – beschloss der Rat, drei bis vier digitale Endgeräte anzuschaffen.