Rodalben RHEINPFALZ Plus Artikel Schwimmbad Biebermühle: Viel teurer mit Sprungturm

Nach Kritik aus dem Rat hatte die Firma Eko-Plant Sprungturm und -becken wieder in die Planung eingearbeitet.
Nach Kritik aus dem Rat hatte die Firma Eko-Plant Sprungturm und -becken wieder in die Planung eingearbeitet.

Rund eine Million Euro mehr würde das neue Rodalber Schwimmbad an der Biebermühle kosten, falls sich der VG-Rat für die Variante Naturbad mit Sprungtum entscheidet. Das sind dem Land zu viele Mehrkosten, sagt Verbandsbürgermeister Wolfgang Denzer. Er hofft auf einen Zuschuss des Bundes, der fast die Hälfte der Umbaukosten decken soll.

Nach Rücksprache mit dem zuständigen Ministerium sei klar, welche Variante eines neuen Bades das Land bevorzugt: das Naturbad ohne den Sprungturm, berichtet Verbandsbürgermeister Wolfgang Denzer. Die VG hofft auch auf Zuschüsse des Landes Rheinland-Pfalz, das in Aussicht gestellt hat, dass mehr Geld fließen könnte, wenn es sich um ein interkommunales Projekt handelt – wenn sich also die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben beteiligt. Konventionelle Bäder gebe es dem Land zufolge genug in der Region, während ein Naturbad ein Alleinstellungsmerkmal darstelle. Den Sprungturm im neuen Plan doch zu erhalten – wie unter anderem im Verbandsgemeinderat gefordert wurde –, wäre nach Ansicht des Landes zu teuer, auch weil dann Grundstücke dazugekauft werden müssten. Rund eine Million zusätzlich würde der Umbau laut Denzer kosten, wenn auch das neue Bad einen Turm haben soll.

Ratsbeschluss nachliefern

Beim Bund beantragte die VG Ende vergangenen Jahres Gelder für die Biebermühle aus einem neuen Förderprogramm für Sportstätten. Bis zu 45 Prozent der Kosten könnte das abdecken. Der Haupt- und Finanzausschuss habe sich vergangenes Jahr eindeutig für diesen Weg ausgesprochen und eine Empfehlung für den Verbandsgemeinderat abgegeben. Wegen des erneuten Lockdowns im November kam es aber nicht mehr zur Ratssitzung, deshalb habe die VG den Zuschussantrag ohne Ratsbeschluss abgegeben, aber die Empfehlung des Ausschusses dazugelegt. Sobald wieder getagt wird, soll der Beschluss nachträglich gefasst werden.

Ob die Firma Eko-Plant, die die Pläne erarbeitet hat, das neue Schwimmbad am Ende auch baut, sei noch nicht geklärt, berichtet der Verbandsbürgermeister. Das Unternehmen habe aber einen Wettbewerbsvorteil, weil es Erfahrung auf diesem Gebiet habe und alles aus einer Hand liefere. Die VG müsse nun warten, bis die Zuschussanträge bewilligt sind, bevor es weitergehen kann. Denzer rechnet Ende des ersten oder Anfang des zweiten Quartals mit einer Entscheidung des Bundes. Im Haushalt seien für dieses Jahr 20.000 Euro für weitere Vorarbeiten wie ein Bodengutachten eingestellt.

x