Kreis Südwestpfalz Schulkleidung: IGS Contwig spricht über Änderungen

Contwig. Die IGS Contwig überlegt, ob sie die vor zehn Jahren eingeführte Schulkleidung beibehalten soll. Derzeit läuft eine Befragung von Schülern, Lehrern und Eltern. Die Schulkleidung sei in der Diskussion, sagte Schulleiter Thomas Höchst gestern im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Eine Möglichkeit sei, dass man so weitermacht wie bisher. Es gebe aber auch Veränderungsvorschläge. Manche seien der Ansicht, man solle zusätzlich zu blau und weiß weitere Farben anbieten – eine Idee, die Höchst nicht gefällt, wie er zugibt. Man müsse aber auch überlegen, wie man langfristig mit der Schulkleidung weitermacht. „Wir sind das kleine gallische Dorf in Rheinland-Pfalz, wenn nicht sogar in Deutschland“, sagt Höchst, der 2004 Leiter der damaligen Regionalschule wurde, die heute IGS ist. 2006 führte er die Schulkleidung ein, die die Schüler trage sollen, aber nicht müssen. Die Idee sorgte landesweit für Aufsehen. Unter anderem sendete das SWR-Fernsehen eine Diskussionsrunde live vom Contwiger Schulhof. Die Contwiger Schulkleidung ist keine Schuluniform. Es gibt verschiedene blau-weiße Oberteile mit dem Schullogo – Hemden, T-Shirts, Sweatshirts, Westen und Kapuzenpullis. Er habe gehofft, dass die Kleidungsstücke zur Selbstverständlichkeit werden, weil sich die Schüler auch mit ihrer Schule identifizieren und ein Zugehörigkeitsgefühl entsteht. Aber so weit sei es nie gekommen, bedauert Höchst. Im Moment habe er auch das Gefühl, dass man das nicht schaffen werde. In den fünften und sechsten Klassen laufe es noch gut, aber in der Pubertät entstehe „ein Drang, gegen etwas zu sein“, und das wirke sich auch auf die Schulkleidung aus. Dazu komme, dass es „in Deutschland keine Kultur für Schulkleidung“ gebe. Schulleiter Höchst trägt die Kleidungsstücke selbst: „Ich kann nicht sagen Schulkleidung, und ich trag’ sie nicht.“ Von den Lehrern trage etwa die Hälfte die Kleidung, die andere Hälfte nicht. (bfl)