Kreis Südwestpfalz Schnelles Internet: Es kann Juni werden

Contwig. Das schnelle Internet kommt in Stambach langsamer als geplant. Ursprünglich wollte das Unternehmen Inexio die Stambacher bis Februar 2017 mit Bandbreiten bis 100 Mbit pro Sekunde versorgen. Pressesprecher Thomas Schommer vermeldet jedoch Verzögerungen.
Andere Inexio-Projekte hätten mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant, das wirke sich auf Stambach aus. „Domino-Effekt“, sagt Schommer. Für Stambach bedeute das eine Verzögerung von drei bis dreieinhalb Monaten. „Es wird Frühsommer werden“, kündigt der Sprecher an. Die beauftragte Baufirma werde wohl Ende Januar mit den Arbeiten beginnen. Zunächst würden im Abstand von 100 bis 150 Metern Baugruben hergestellt und Bohrungen vorgenommen, anschließend Leerrohre verlegt. „Wir gehen mit diesen Rohren unter den Kanal“, erklärt Schommer. Auf diese Art treffe man keinen anderen Versorger und könne selbst später nicht getroffen werden. Wenn überall Leerrohre liegen, wird das Glasfaserkabel mit Hochdruck in die Rohre eingeblasen. Voraussetzung für einen reibungslosen Ablauf ist entsprechendes Wetter. Ursprünglich war geplant, Stambach über eine Richtfunkstrecke vom Zweibrücker Flughafen aus mit schnellem Internet zu versorgen. Thomas Schommer geht davon aus, dass im Juni alles fertig ist. Inexio bedauere die Verzögerung. Contwigs Bürgermeister Karlheinz Bärmann tut das auch. „Die Gründe für die Verzögerung sind nachvollziehbar, aber auf Begeisterung stößt die Entwicklung natürlich nicht“, sagt er. In Stambach habe man sich darauf gefreut, Ende Februar schneller ins Netz zu kommen. Jetzt habe man „ein leeres Weihnachtspäckchen unterm Christbaum“ liegen gehabt. Letztlich müsse man die Situation akzeptieren: „Es ist nun mal so.“ |bun