Kreis Südwestpfalz Schnelles Datennetz planen

Den nächsten Schritt, um den Landkreis Südwestpfalz in die schnelle Datenwelt zu hieven, hat der Kreisausschuss am Montag getan und die Netzplanung vergeben. Wie mehrfach berichtet hat der Landkreis die Aufgabe übernommen, kreisweit ein Datennetz zu realisieren, das in allen Orten eine Datengeschwindigkeit von 50 Mbit pro Sekunde sicherstellt und im nächsten Schritt auf 300 Mbit ausgebaut werden soll.
Um diese Ziele zu erreichen, ist eine genaue Netzplanung erforderlich. Diese wurde an die Beratungs- und Planungsgesellschaft mbH, Seim & Partner aus Taunusstein (S&P) vergeben. Ein ultraschnelles und technikneutrales Netz soll hergestellt werden. In die Planung von S&P fließen die Daten der in den vergangenen Wochen zusammengestellten Baustellendatenbank mit den Straßenbauprojekten der nächsten Jahre im Landkreis ein. Ebenso die Erkenntnisse und Daten der 300 Mbit-Studie des Landes, die dieses zur Verfügung gestellt hat, sowie die Daten, die erfasst wurden, um den Antrag auf Förderung mit Mitteln des Bundes stellen zu können. Vor wenigen Tagen hatte der Kreis in Berlin einen Förderbescheid des Bundes über vier Millionen Euro erhalten (wir berichteten am Freitag). Die Informations- und Kommunikationseinheit des Kreises erhält ein neues Fahrzeug im Wert von 80 000 Euro. Es ersetzt die bisherigen beiden Fahrzeuge, die 28 beziehungsweise 30 Jahre alt und nicht mehr wirtschaftlich zu unterhalten sind. Das Mehrgenerationenhaus in Waldfischbach-Burgalben, das sehr gut funktioniere, stellte Landrat Hans Jörg Duppré fest, wird vom Kreis für die Jahre 2017 bis 2020 mit 5000 Euro jährlich gefördert. Die Förderung erfolgt teilweise durch das Überlassen von Räumen in der IGS Waldfischbach-Burgalben als Sachleistung. Weitere 5000 Euro Förderung haben die Orts- und Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben gemeinsam aufzubringen. Vom Bund kommen in diesem Jahr noch 30 000 Euro. Weil die Verbandsgemeinden Zweibrücken-Land und Dahner Felsenland die Bauaufsicht an den Kreis übertragen haben, wächst dort der Bedarf an Archivierungseinrichtungen. Für 44 300 Euro werden deshalb neue Rollregale angeschafft. |add