Grosssteinhausen Schmitt: Geben kein gutes Ackerland für Sonnenstrom her

Als Angebot an alle Großsteinhauser feiern diese seit 2006 einmal im Jahr ein Bürgerfest.
Als Angebot an alle Großsteinhauser feiern diese seit 2006 einmal im Jahr ein Bürgerfest.

Als Angebot an alle Großsteinhauser feiern diese seit 2006 einmal im Jahr ein Bürgerfest. Dies dient dem Zusammenhalt im Dorf.

Am Freitagabend kamen 100 der etwa 600 Großsteinhauser zur Grillhütte am Hochseiters, um zusammen zu essen, zu trinken und zu feiern. Nebenbei hat Volker Schmitt, seit 2004 Bürgermeister, über angefangene Projekte und kommende Aufgaben erzählt. Vom privat verpachteten Gemeindewald bis zu Straßensanierungen und dem Neubaugebiet.

Die Riedelberger Band Goodfellas spielte in der Nähe des Toiletteneingangs an der Grillhütte, wobei dies gleich Schmitts erstes Thema war. Die Grillhütte, die in Eigenleistung erbaut wurde, ist seinen Worten nach soweit fertig, bis auf die zweite Toilette, die noch fehlt. Zur Zeit sei im Dorf und im Gemeinderat eine freistehende Fotovoltaikanlage Thema. Dafür böten sich zwei Flächen hinter dem Dorf an. „Wir streben eine Änderung des Flächennutzungsplans an. Da müssen wir jetzt abwarten, was die Struktur- und Genehmigungsdirektion dazu sagt. Das ist eine langwierige Sache, ich denke die ersten beiden Jahre passiert da nichts“, so Schmitt. Die Flächen seien auch kein gutes Ackerland. „Denn das widerstrebt uns auch ein wenig, dass wir gutes Ackerland für Sonnenenergie ausweisen und dann den Weizen importieren müssen, um Brot zu haben“, wird Volker Schmitt grundsätzlich. Daher achte man in Großsteinhausen schon darauf, welche Art Flächen man dafür hergebe.

Mit dem privaten Waldpächter Schmitz sei man nach wie vor zufrieden. 2014 hatte Großsteinhausen seinen Gemeindewald an die Waldwirtschaftsfirma Schmitz verpachtet. Um Fördergelder des Bundes zu bekommen, wurde der Pachtvertrag juristisch angepasst. Dadurch bekommt die Gemeinde pro 100 Hektar 1000 Euro Fördergelder, was pro Jahr 6000 Euro mehr in die Gemeindekasse spült. Auch das neue Landesjagdgesetz stehe in der Diskussion. „Was da drin steht, machen wir seit 2014 schon“, weist Schmitt auf die Vorreiterrolle von Großsteinhausen hin. Beispielsweise was die Bejagung angeht. Man merke den Druck, dass mehr Wild bejagt werde. „Den haben wir nicht. Bei uns wird zwei-, dreimal im Jahr eine Drückjagd veranstaltet im Winter, seitdem haben wir keine Überpopulation mehr beim Wild“, so Schmitt. Im ersten Jagdjahr 2014 von Schmitz seien alleine 80 Rehe geschossen worden. Dies habe gezeigt, dass regelmäßige Jagden notwendig seien.

Im Neubaugebiet Oben an der Kirche, das im Juli 2022 vom privaten Bauträger Berthold Staab aus Schmitshausen erschlossen wurde, fehlt laut Volker Schmitt nur noch die Straßendecke. Bis auf einen Bauplatz Richtung Straße nach Bottenbach, der sowohl gewerblich als auch zu Wohnzwecken bebaut werden kann, sind alle 16 Grundstücke verkauft und die meisten auch bereits bebaut.

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