Hinterweidenthal
Richard Schwarz leitet Forstamt in Vertretung
Richard Schwarz kennt das Forstamt Hinterweidenthal wie seine Westentasche. Seit 1987 ist er mit kurzer Unterbrechung dort tätig. Als Förster im Forstamtsmanagement hatte er in den vergangenen Jahren die stellvertretende Leitung inne. Dabei sei alles, was unter dem Thema Forstbetrieb läuft, über seinen Schreibtisch gegangen, erzählt der 61-jährige Forstrat. Dazu gehörten unter anderem die betriebliche Planung und Steuerung, der Holzverkauf inklusive Planung und die Personalverantwortung für einen Teil der Belegschaft.
Nach der Verabschiedung des Forstamtsleiters Michael Grünfelder, der zum 30. November in Ruhestand ging, leitet Schwarz das Forstamt Hinterweidenthal in Vertretung. Ursprünglich hätte bei Grünfelders Verabschiedung gleichzeitig die Neubesetzung der Stelle erfolgen sollen. Die Entscheidung über die Nachfolge Grünfelders sei bereits getroffen gewesen, informiert Oliver Heberling, Pressesprecher des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität. Doch es kam anders.
Stelle muss neu ausgeschrieben werden
„Die betreffende Bewerbung wurde kurzfristig zurückgezogen“, erklärt Heberling. Das mache eine erneute Ausschreibung notwendig, diese sei in Bearbeitung. Wie schnell die Stelle neu besetzt werden kann, hänge von der Bewerbungslage ab.
Das Forstamt Hinterweidenthal umfasst rund 16.000 Hektar im Herzen des Pfälzerwaldes. Im Gebiet des Forstamts befindet sich das Quellgebiet der Wieslauter, mit 2400 Hektar die größte Kernzone des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Michael Grünfelder hatte seit dem Jahr 2000 die Leitung inne. Er habe ein langes und erfülltes Berufsleben gehabt, schilderte der Forstamtsleiter mit Blick auf seine über 40 Jahre im Forstdienst bei seiner Verabschiedung. In dieser Zeit habe sich vieles verändert, rekapitulierte er am Beispiel seiner Dienstkleidung. Der formelle grüne Uniformrock ist der grünen Multifunktionsjacke gewichen.
Gut um den Wald kümmern
Der raue Ton von damals sei glücklicherweise Vergangenheit. Die Reviere seien mittlerweile doppelt so groß wie früher, der Klimawandel mache sich überall in den Wäldern bemerkbar, nannte er zwei Herausforderungen, denen sich sein bisheriges Team künftig ohne ihn stellen muss. „Kümmert euch gut um den Wald“, gab er ihnen mit auf den Weg. Er freue sich auf die Zeit mit seiner Familie, die nun vor ihm liege, sie verspreche Sinn, Glück und Zufriedenheit.
Richard Schwarz ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er wohnt in Spirkelbach, ursprünglich stammt er aus Vinningen, wie er berichtet: „Ich bin ein Kind der Region“. Auf dem Land großgeworden, habe er über den Vater den Bezug zur Natur erhalten. In der Schulzeit habe er in den Ferien beim Forstamt gejobbt, zu dieser Zeit sei die Idee aufgekommen, Förster zu werden. Das Ziel hat er erreicht, die interne Ausbildung erfolgte bei Landesforsten, sein Fachhochschulstudium begann Schwarz 1983.
„Gutes Team im Forstamt“
Seit 1987 ist Schwarz in der rheinland-pfälzischen Forstverwaltung tätig, wie er erzählt. An seine erste Funktion erinnert er sich noch gut: „Revierleiter auf dem Hermersbergerhof.“ Das sei damals etwas Besonderes gewesen und der Traum eines jeden Forstamtsstudenten: Sofort nach dem Studium ins Revier zu dürfen. Mit Blick auf die Interimszeit, die nun vor ihm liegt, ist Schwarz guter Dinge: „Wir haben ein gutes Team im Forstamt.“
