Kreis Südwestpfalz Rektorin: „Wir sind ja nicht im Gefängnis“
Es gibt ein Problem mit dem Schulessen im Kreis und in der Stadt Pirmasens. Seit den Sommerferien soll es zu gewöhnungsbedürftigen Essenskreationen kommen. Bei der Kreisverwaltung laufen Beschwerden wegen der Essensqualität in der IGS Contwig auf. „Es läuft nicht so reibungslos, wie es sollte“, räumt das Catering-Unternehmen ein.
Probleme gebe es konkret an der Integrierten Gesamtschule in Contwig, wie André Schattner vom Büro der Landrätin auf Anfrage gestern bestätigte. Mit dem Caterer Kompa-Care sei die Kreisverwaltung in Kontakt, und das Unternehmen gelobe auch Besserung, informierte Schattner. Klartext spricht die Schulleiterin der Pirmasenser Husterhöhe-Grundschule Anne Hammel. Karottensalat mit Dampfnudel und Vanillesoße oder Kartoffelsuppe mit einer Scheibe Brot nennt Schulleiterin Anne Hammel als Beispiel für das Essen, das seit den Sommerferien ihren Schülern von der Firma Kompa-Care aufgetischt werde. „Wir sind ja nicht im Gefängnis“, wetterte Hammel in der Sitzung des Schulträgerausschusses der Stadt Pirmasens wegen der Verpflegung ihrer Schüler. Kürzlich sei ein Rindergulasch serviert worden, in dem die Schüler die „Fleischfäden“ hätten suchen müssen. Weitere Beschwerden gebe es wegen des Geschirrs, das geliefert werde. Die Teller, Tabletts und Gläser seien noch nass. „So kann es nicht weitergehen“, meint Schulleiterin Hammel. Eine Lösung soll ab dem 15. Oktober erreicht werden, verspricht Peter Schrenk, Geschäftsführer von Kompa-Care in Villingen-Schwenningen. Die Ursache für die Probleme seien die fehlende eigene Küche von Kompa-Care in Zweibrücken. 2016 hatte das Unternehmen die Küche des früheren Evangelischen Krankenhauses in Zweibrücken angemietet. Dieser Mietvertrag sei nun gekündigt worden und seit den Sommerferien steht Kompa-Care ohne eigene Küche da. „Wir hatten eine kurzfristige Lösung finden müssen“, so Schrenk. Kompa-Care lässt seitdem von einem „Partner“ kochen und sucht gleichzeitig einen neuen Standort mit eigener Küche im Bereich Zweibrücken-Pirmasens. „Wir suchen mit Hochdruck“, versichert der Geschäftsführer. Die geschilderten Probleme wollte Schrenk nicht verharmlosen. „Wir haben massive Probleme.“ Eine erhebliche Verbesserung werde es ab dem 15. Oktober geben. Wie die aussehen wird und ob bereits ein neuer Standort gefunden wurde, wollte Schrenk nicht sagen.