Kreis Südwestpfalz
Reifenberg: Nach Waffendiebstahl zwei junge Männer unter Verdacht
Nachdem den Reifenberger Schützen Anfang Juni fünf Waffen aus einem Tresor im Schützenhaus gestohlen wurden, liegt das Verfahren nun bei der Staatsanwaltschaft. Sie verdächtigt zwei junge Männer, einen Heranwachsenden im Teenageralter und einen Mitte-20-Jährigen.
Von Thomas Büffel
Das teilte die Leitende Oberstaatsanwältin Iris Weingardt auf Anfrage der RHEINPFALZ mit. Der Diebstahl ereignete sich in der Nacht des 3. Juni. Neben den Waffen wurden laut Weingardt 300 Euro aus der Gaststätte des Schützenhauses gestohlen. Es gibt zwei Tatverdächtige, bei Durchsuchungsmaßnahmen konnten die Waffen aber nicht gefunden werden. Möglicherweise wurden sie unmittelbar nach der Tat weiterverkauft, teilte die Oberstaatsanwältin mit. Wer der Käufer sein könnte, ist nicht bekannt.
Gestohlen wurden fünf Pistolen, Kaliber 22 – Sportwaffen, die nach Auskunft von Schützen aber auch einen Menschen töten können. Die Waffen lagen in einem Tresor im Schießstand im Keller des Schützenhauses, wie die RHEINPFALZ von Vereinsmitgliedern erfuhr. Der Safe stamme noch aus der früheren Raiffeisenbank in Großsteinhausen, und er habe dicke Wände und sei sehr sicher. Allerdings habe ein Mitglied versehentlich den Schlüsselbund offen außerhalb des Schießstandes liegen lassen. Daran befanden sich unter anderem der Schlüssel zum Schießstand und der zum Safe. Den Safeschlüssel hätten die Täter versehentlich abgebrochen und im Schloss des Tresors stecken lassen. Die leeren Pistolenkisten seien später beim Reifenberger Pfarrhöfchen gefunden worden. Der Wert der Waffen betrage geschätzt 3000 Euro.