Rieschweiler-Mühlbach Reiche Müllernte beim Umwelttag

Gut 60 Helfer von Heimatverein, Feuerwehr, Kindergarten und Grundschule haben mitgemacht.
Gut 60 Helfer von Heimatverein, Feuerwehr, Kindergarten und Grundschule haben mitgemacht.

Fünf Anhänger voller Müll sind die Ausbeute vom ersten Umwelttag in Rieschweiler-Mühlbach seit Jahren. Heimatverein, Feuerwehr, Grundschule und Kindergarten hatten dazu aufgerufen; über 60 Helfer waren am Samstag, 30. April, dabei.

„Davon waren über 20 Kinder. Die waren kaum zu bremsen“, sagte die Heimatvereins-Vorsitzende Denise Florl an der Bushaltestelle im Mühltal, wo sich alle Helfer nach der Arbeit trafen. Autoreifen, Plastikmüll und Glas, aber auch alte Öfen, Durchlauferhitzer und Heizungsmodule zogen die Umweltschützer aus Wald und Klamm. In Gruppen verteilt, holten sie drei Stunden lang alles aus der Natur, was dort nicht hingehört.

Unweit des Lunaparks im Wald hatte jemand sein komplettes Bad samt Fliesen entsorgt. Denise Florl hat einen fast schon antiken Handtuchhalter mit Märchenmotiv aus dem Bad-Abfall gerettet. Gabi Poller vom Heimatverein hat den Schädel einer männlichen Wildsau im Wald entdeckt, und auch einen Geocache haben die Säuberer gefunden. „Den haben wir natürlich wieder an Ort und Stelle versteckt, nachdem wir uns eingetragen hatten im Logbuch“, erzählte Denise Florl. Asbestplatten, ein leeres Ölfass, das in der Klamm lag, Hasendraht und Bauholz fanden die Umweltschützer außerdem.

„Da liegt noch viel mehr im Wald“

„Da liegt noch viel mehr im Wald, vor allem in der Klamm. Aber da kommen wir leider nicht ran“, ärgerte sich Helfer Jürgen Poller, der seinen Geländewagen mit Hänger zum Abtransport zur Verfügung gestellt hatte. „Ich erinnere mich nicht, wann in Rieschweiler-Mühlbach der letzte Umwelttag war. Das muss viele Jahre her sein“, erklärte Denise Florl. Es wird jedenfalls nicht der letzte gewesen sein, denn alle waren mit Begeisterung dabei.

„Die Kinder waren wie beim Fußballspielen in der F-Jugend. Wenn jemand gerufen hat: ,Hier liegt was’, sind sie wie ein Entenschwarm gerannt gekommen“, freute sich Mario Kuhn von der Feuerwehr. Die hatte die fleißigen Helfer im Anschluss ans Feuerwehrhaus zu deftiger Linsensuppe eingeladen.

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