Zweibrücken-Land
Rattenplage im Kanal? Abwassermeister wundert sich über die Frage
Im Kanal seien unheimlich viele Ratten, befürchtet Klaus-Martin Weber aus Käshofen, Sprecher der CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat Zweibrücken-Land. Er sei angesprochen worden, dass immer wieder Ratten zu sehen seien – „und man sagt, wenn man eine sieht, sind hundert da“. In der Sitzung des Werksausschusses am Montag wollte er deshalb wissen, ob es nicht möglich sei, die Ratten zu bekämpfen.
Möglich schon, aber eigentlich nicht notwendig, antwortete Werkleiter Eckart Schwarz. Flächendeckend Giftköder auslegen dürfe man nicht mehr. Aber wenn jemand bei den Werken anruft, fahre jemand raus und prüfe die Situation. Wenn Ratten da sind, lege man spezielle Köderboxen für den Kanal aus, in denen der Köder nicht nass wird. Die bleiben, bis nicht mehr davon gefressen wird.
Am häufigsten kämen Ratten aber gar nicht im Kanal vor, sondern an der Oberfläche. „Der Helmut sagt immer ,Da, wo die Zebras sind, sind auch die Löwen’“, zitierte Eckart Schwarz seinen Abwassermeister Helmut Sefrin. Was er damit meinte: Die Ratten sind dort, wo sie etwas finden, was sie anlockt. „Kleintierhaltung, offene Komposter, ein leerstehendes Haus neben einer Kneipe, die die Abfälle nicht regelgerecht entsorgt hatte“, nannte Schwarz Beispiele. Und er wollte von Abwassermeister Sefrin wissen, wann der letzte Anruf kam, weil Ratten gesehen wurden. Sefrins Antwort: Das sei schon Monate her.