Kreis Südwestpfalz
Römerhaus will erneut Seniorenheim in Contwig bauen
Wie Bürgermeister Karlheinz Bärmann auf Anfrage bestätigte, seien die Grundstücksangelegenheiten bereits erledigt. „Der nächste Schritt wäre die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Dafür benötigen wir allerdings die Pläne von Römerhaus“, so Bärmann. Mit diesen will das Unternehmen allerdings erst in die Öffentlichkeit, wenn seitens der Behörden alle Genehmigungen erteilt und alle Details geklärt sind, sagte der kaufmännische Leiter, Michael Straub. Da das Gelände in einem Hochwasserschutzgebiet liegt, sind die Verfahren aufwendiger als bei einem vergleichbaren Vorhaben.
Für das 2018 gescheiterte Projekt am Schachen waren 90 stationäre Pflegeplätze und 50 bis 60 Arbeitsplätze im Gespräch. Investieren wollte das Schifferstadter Unternehmen damals zwischen 13 und 15 Millionen Euro. Bärmann geht davon aus, dass sich die Investitionen am neu geplanten Standort in ähnlicher Größenordnung bewegen. Wird das Pflegeheim gebaut, wäre es nach dem Haus Sarepta, das von der Diakonie betrieben wird, die zweite Einrichtung dieser Art in Contwig.
Bärmann: Kein Überangebot in Contwig
Zusätzlich plant die Diakonie am Schachen – dort wo ursprünglich Römerhaus bauen wollte – ein Quartier für ältere Menschen. Vorgesehen ist, dass die Bewohner dort bei Bedarf auf Angebote der Diakonie und des Hauses Sarepta zurückgreifen können. Im Mittelpunkt soll allerdings die Nachbarschaftshilfe stehen. Deshalb spricht die Diakonie auch nicht von einer Pflegeeinrichtung.
Bärmann selbst sieht darum auch kein Überangebot in Contwig, sollten beide Vorhaben einst umgesetzt sein. „Das sind zwei paar Schuhe. Das betreute Wohnen richtet sich an ein ganz anderes Klientel als etwa die stationäre Pflege“, sagt Bärmann. Nachfrage und Bedarf seien jedenfalls vorhanden, „und für Contwig ist das ein gutes Zeichen. Wir sind ein attraktiver Standort“. Der Gemeinderat steht laut Bürgermeister „voll und ganz“ hinter dem Römerhaus-Projekt. „Dazu gibt es auch einen Ratsbeschluss“, berichtet Bärmann.
Römerhaus: Projekt am Schachen scheiterte an Grundstücksbesitzern
Dass das Römerhaus-Vorhaben am Schachen scheiterte, lag laut Straub vor allem an den Grundstücksbesitzern. Diese haben mündliche Zusagen zu Grundstücksverkäufen nicht eingehalten, nachdem die Diakonie als Mitbewerber auftrat und andere Angebote machte, sagte Straub 2018.