Dahn
PWV rechnet mit Hüttenöffnung bis Ostern

„Das ist einfach unwirtschaftlich“, begründet Martin Stüve, der Vorsitzende des Dahner PWV, einem der größten im Landkreis, den Verzicht auf einen Imbiss an der Hütte. „Es ist noch Nebensaison und wenn ich all die Auflagen befolge, sind die Kunden unglücklich“, meint Stüve und verweist auf die geschlossenen Toiletten und die abzusperrenden Sitzbänke. Wanderer müssten ihre Bratwurst oder die Leberknödel im Stehen konsumieren. Auch das Alkoholverbot sei den Gästen schwer zu vermitteln.
Im vergangenen Jahr beim Start des Lockdown, als noch Alkohol ausgeschenkt werden durfte, sei eine „Schorle-to-Go“ überlegt worden. „Das haben wir aber nicht gemacht, da es einfach zu viel Aufwand gewesen wäre.“
Kein finanzielles Desaster für den Verein
Für den Dahner PWV ist der Lockdown kein finanzielles Desaster, wie Stüve betont. Der Verein habe mit der Hütte geringe Fixkosten, weshalb der Umsatz nicht so extrem fehle. „Wenn es wieder losgeht, sind wir mit dabei und haben ein gutes Hygienekonzept“, stellt der Vorsitzende fest.
Der Außenausschank werde gut angenommen. Im Inneren sei es allerdings nicht so optimal zur Virenbekämpfung. „Wir haben es eben so gemütlich mit niedrigen Decken und richtig eng beieinander. Das ist im Moment nicht so ideal“, sagt Stüve.
Auch viele neue Gäste werden erwartet
Er würde sich daher ein größeres Außengelände wünschen, da er bei dem zu erwartenden Ansturm mit der Aufhebung des Lockdowns Platzprobleme befürchtet. Zumal viele neue Kunden zu sehen wären. „Wir hatten letztes Jahr viele Ersttouristen im Pfälzerwald“, hat er beobachtet. Viele, die sonst nach Mallorca oder noch weiter weg geflogen wären, haben sich angesichts unklarer Reisemöglichkeiten auf Urlaub im eigenen Land verlegt und sind dann auch in der Südwestpfalz gelandet.
„Das wird garantiert wieder so“, ist sich Stüve sicher, der bereits nach Personal für die Hütte sucht. Kurz vor Ostern dürfte es soweit sein für die Wiedereröffnung, schätzt Stüve. „Aber dann wird es richtig brummen.“
