Waldfischbach-Burgalben
Postbetrieb startet am 1. Oktober
Der Postbetrieb startet am 1. Oktober. Zunächst in Eigenregie der Post AG. Nach derzeitigen Planungen übernimmt ab November die GHG Pfalzblick im ASB GmbH (ASB), die Eigentümerin des Gebäudes ist, die Poststelle in Eigenregie.
Die jetzige Postfiliale in der Hauptstraße 31 schließt Ende dieser Woche. Inhaberin Evi Plautz, die die Postfiliale seit 2015 betrieb, hat den Vertrag mit der Post wie berichtet nicht verlängert. „Wir haben das mitbekommen und dabei entstand die Idee, dass wir die Post betreiben könnten“, erzählt Ulli Braun, Geschäftsführer der GHG Pfalzblick im ASB GmbH. Die Verantwortlichen beim ASB hätten sich zusammengesetzt, das diskutiert und seien zum Fazit gekommen: „Das würde schön passen“, erzählt Braun. In vielerlei Hinsicht.
Genug Raum
Zum Beispiel baulich. Das frühere Bahnhofsgebäude gehört dem ASB. In der früheren Bahnhofsgaststätte betreibt das ASB bereits seit 2005 das Café am Bahnhof, einen Inklusionsbetrieb. Es ist ein Baustein des Mehrgenerationenhauses, dessen weitere Angebote gleichfalls in diesem Gebäude untergebracht sind. Ein Teil der früheren Schalterhalle des Bahnhofs wird als Lager genutzt, aber ein Großteil der Fläche stand bis dato leer. „Und eine Postfiliale passt hier gut rein“, sagt Braun. Eine Auffassung, die auch die Deutsche Post AG teilte. Die Räumlichkeiten – derzeit wird im Innern von Seiten der Post bereits alles für den Postbetrieb vorbereitet – bieten Platz, sind durch eine Rampe, über die bereits die Bahnhofshalle zu erreichen war, barrierefrei erreichbar, „und es gibt hier genügend Parkplätze“, nennt Braun einen weiteren Vorteil.
Filiale mit Ladengeschäft
Der Betrieb passe aber auch gut in die inhaltliche Konzeption der Arbeit des ASB. Die Postfiliale wird mit einem Ladengeschäft kombiniert. „Was wir anbieten werden, ist noch nicht abschließend entschieden“, sagt Braun. Dadurch entstehen Arbeitsplätze für die Mitarbeiter im Postbereich, die von der Post entsprechend noch geschult werden und mindestens ein, sehr wahrscheinlich sogar zwei sogenannte Inklusionsarbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. „Das ist gelebte Inklusion“, sagt Braun zum neuen Angebot.
In unmittelbarer Nähe zum Bahnhofsgebäude, in dem die Post untergebracht wird, befindet sich das Haus Moosalb des ASB, das stationäre und ambulante Betreuungsangebote bereithält und wie mehrfach berichtet, demnächst mittels eines Neubaus komplett modernisiert werden soll. Mit integrativen Angeboten hat das ASB im Café am Bahnhof bereits positive Erfahrungen gesammelt. Auch die Übernahme der Gärtnerei Mantel im Ortsteil Burgalben und die Angliederung von sechs Betreuungsplätzen für Menschen mit psychischer oder geistiger Behinderung an diesen Betrieb, die 2017 erfolgte, sei eine sehr gute Entscheidung gewesen, resümiert Braun.