Hauenstein / Wilgartswiesen RHEINPFALZ Plus Artikel Post baut Brief- und Paketzentrum im Gewerbegebiet

Die Post baut im interkommunalen Gewerbegebiet Wilgartswiesen/Hauenstein ein Verteilzentrum für Brief- und Paketsendungen. Das B
Die Post baut im interkommunalen Gewerbegebiet Wilgartswiesen/Hauenstein ein Verteilzentrum für Brief- und Paketsendungen. Das Baugrundstück liegt am östlichen Rand des Gewerbegebietes oberhalb des Regenrückhaltebeckens, dessen Umzäunung zu erkennen ist.

Die Deutsche Post ist das erste Unternehmen, das im interkommunalen Gewerbegebiet Wilgartswiesen/Hauenstein bauen wird. Wie Heinz-Jürgen Thomeczek von der Frankfurter Pressestelle des Unternehmens, und der Vorsitzende des Zweckverbandes, der Hauensteiner Ortsbürgermeister Michael Zimmermann, auf Anfrage bestätigten, wird die Post dort ein Brief- und Paketverteilzentrum errichten.

Das Grundstücksgeschäft ist über die Bühne, der Bauantrag ist bei der Kreisverwaltung zur Genehmigung eingegangen. Das rund 4700 Quadratmeter große Baugelände liegt oberhalb des Regenrückhaltebeckens und direkt an der Zufahrt zum Bahnhof Hauenstein-Mitte, von der es aber durch einen Grünstreifen getrennt ist.

Verteilzentren Annweiler und Hauenstein zusammenlegen

In dem geplanten Gebäude werden die Verteilzentren Annweiler und Hauenstein zusammengelegt. Die bisherigen Standorte in der Hauensteiner Hauptstraße und in der Bahnhofstraße in Annweiler werden aufgegeben. Ein Termin für den Baubeginn stehe noch nicht fest, man wolle aber rasch beginnen. Wie Thomeczek informierte, soll der Neubau, in dem rund 30 Postbedienstete arbeiten werden, im Frühjahr 2021 bezogen werden.

In dem Gebäude werden Briefsendungen, die aus dem Briefzentrum Speyer angeliefert werden, und Pakete, die aus Bruchsal kommen, weiter bearbeitet, für die Zustellung an die Adressaten fertiggemacht und schließlich zum überwiegenden Teil von „Verbundzustellern“ verteilt, die sowohl Brief- als auch Paketpost ausliefern.

Post äußert sich nicht zu Höhe der Investitionen

Wie der Postsprecher weiter mitteilte, umfasse der geplante Neubau eine Fläche von 786 Quadratmeter. Der „Betriebsfläche Brief“ stünden 275 Quadratmeter zur Verfügung, der „Betriebsfläche Paket“ 379 Quadratmeter. Wöchentlich sollen dort rund 7500 Paketsendungen bearbeitet werden. Dazu kommen weitere 132 Quadratmeter, die für Umkleideräume, einen Multifunktionsraum und Sozialräume genutzt werden. Über die Höhe der Investitionen wollte die Post keine Auskunft geben.

Das künftige Postgebäude wird über eine noch zu errichtende Stichstraße angefahren, die am Wendehammer vor dem Regenrückhaltebecken abzweigt. Die Straße wird etwa 45 Meter lang sein und 70.000 bis 80.000 Euro kosten.

Lieferverkehr zunehmend mit E-Mobilen

Wie Zimmermann mitteilte, werde die Stichstraße notwendig, weil man sich der Zusage verpflichtet fühle, Ziel- und Quellverkehr nicht über die Falkenburgstraße in das 62.000 Quadratmeter große Gewerbegebiet zu leiten. Die Kosten, die nicht förderfähig sind, wurden in den Grundstückspreis eingerechnet. Zimmermann informierte auch darüber, dass die Post in diversen Gesprächen die Absicht geäußert habe, den Liefer- und Zustellverkehr zunehmend mit Elektromobilen abzuwickeln.

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