Vinningen Planungen für Supermarkt in Vinningen: Nach langem Stillstand tut sich was
20 Jahre sind seit den ersten Planungen für einen Supermarkt in Vinningen vergangen. Passiert ist praktisch nichts. Das soll sich ändern. Jetzt soll zunächst einmal Baurecht entstehen. „Wir erschließen sowohl das Mischgebiet, als auch die Zufahrt zu einem Einkaufsmarkt“, berichtet Ortsbürgermeister Willy Diemert im Nachgang der Ratssitzung am vergangenen Montag. Das heißt: Die Gemeinde plant eine Straße dahin. Außerdem wird auch eine Zufahrt zum Neubaugebiet „Dinschelt“ erschlossen.
Der Projektierer für den Einkaufsmarkt hat gewechselt, ebenso das Planungsbüro. Einvernehmlich hat der Rat beschlossen, den bestehenden Ingenieurvertrag vom April 2021 mit dem Ludwigshafener Ingenieurbüro „Piske“ aufzulösen und an das Homburger Büro „Argus Concept“ zu vergeben. Das Planungsbüro hat in Absprache mit dem Projektierer einen Pauschalangebotspreis von rund 25.000 Euro abgegeben. Das Gebiet ist im Bebauungsplan als „Mischgebiet“ ausgewiesen.
Planungsbüro wechselt
Wie kam das zustande? Lidl hat mitgeteilt, dass im Bereich des Bebauungsplanverfahrens „Sondergebiet Lebensmittelmarkt an der L478“ sämtliche Grundstücke an einen neuen Projektierer verkauft worden seien. In einer Art rundem Tisch mit Gemeindevertretern, der Verwaltung und dem Planungsbüro Piske sei in einer Videokonferenz am 6. Juni mitgeteilt worden, dass das Planungsbüro Piske wegen Überlastung kein Angebot erstellen könne und sich mit der Auflösung des Vertrages von 2021 einverstanden zeigte. Aus Kostengründen will die Gemeinde nun selbst den Bebauungsplan für das geplante Mischgebiet sowie den Lebensmittelmarkt aufstellen. Die notwendigen Ingenieurleistungen erbringt das Homburger Büro „Argus Concept“.
Und wie geht es weiter? „Wir wollen so schnell es geht Baurecht erwirken, spätestens Anfang 2026“, erklärt Diemert. Im kommenden Jahr soll dann mit dem Straßenbau begonnen werden. Gespräche mit einem Investor führe der Ortsbürgermeister bereits, Detail wollte er aber noch keine nennen. „Dafür ist es einfach noch zu früh“, lautet die Antwort Diemerts, der sich aber verhalten optimistisch äußert, dass die Gespräche erfolgreich verlaufen könnten.