Waldfischbach-Burgalben Pfarrer aus Leidenschaft und Liebe: Matthias Leineweber ist tot

Getragen von seinem Glauben hat Matthias Leineweber die Dinge immer wieder angenommen, wie sie waren – inklusive seiner Krankhei
Getragen von seinem Glauben hat Matthias Leineweber die Dinge immer wieder angenommen, wie sie waren – inklusive seiner Krankheit. Am Dienstag ist der beliebte Pfarrer im Alter von 60 Jahren gestorben.

Große Trauer bei Familie, Freunden, Wegbegleitern und Mitgliedern der Pfarrei Heiliger Johannes XXIII. Waldfischbach-Burgalben: Pfarrer Matthias Leineweber ist am Dienstag gestorben – einen Tag nach seinem 60. Geburtstag.

Die Nachricht vom Tod des Seelsorgers, der in seiner Zeit in der Südwestpfalz für viele Menschen zum persönlichen Freund geworden ist, hat in der Pfarrei tiefe Bestürzung ausgelöst. „Wir sind Pfarrer Leineweber sehr dankbar für seinen treuen priesterlichen Dienst, den er trotz gesundheitlicher Einschränkungen mit großer Leidenschaft und Liebe erfüllt hat“, sagte der Leitende Pfarrer Peter Heinke.

Im September vergangenen Jahres hatte Leineweber die Position des Leitenden Pfarrers an Heinke abgegeben und war seither in der Pfarrei als Kooperator tätig. Leineweber hatte sich sehr auf diesen Wechsel gefreut – auf die Zeit, in der die Last der täglichen Verwaltungsarbeit etwas weniger wurde und er sich wieder stärker auf das seelsorgerische Wirken konzentrieren konnte. Lange genießen konnte er das zum Bedauern vieler Menschen nun nicht.

Leinewebers Leitspruch: „Es ist, wie es ist“

Leineweber stammt aus Otterbach. 1996 war er – unter anderem gemeinsam mit dem Leiter von Maria Rosenberg, Volker Sehy – in Speyer zum Priester geweiht worden. „Er ist auferstanden“, hatte Leineweber einen Vers aus dem Markus-Evangelium als Primizspruch gewählt. Von 1996 bis 1998 war Leineweber in St. Anton in Pirmasens als Kaplan, anschließend in gleicher Funktion bis 1999 in Bad Dürkheim tätig. Es folgte von 1999 bis 2010 die Aufgabe als Pfarrer in der Pfarrei St. Fronleichnam in Homburg, in der die einzige Rundkirche im Bistum Speyer steht. 2010 führte ihn sein beruflicher Weg erstmals nach Waldfischbach-Burgalben. Dort – wie auch in Heltersberg – wirkte er als Pfarrer.

Krankheitsbedingt – Leineweber benötigte eine Nierentransplantation – gab er die Stelle auf, kehrte als Kooperator der Pfarrei Martinshöhe Heiliger Bruder Konrad in den Dienst zurück und übernahm im September 2017 den Posten als Leitender Pfarrer in der neuen Großpfarrei in Waldfischbach-Burgalben. „Es ist, wie es ist“, hatte er damals zur Rückkehr den Pfarreimitgliedern geschrieben – wissend, dass die neue, ungleich größere Pfarrei eine Herausforderung war und ist. „Es ist, wie es ist“, so hatte er damals im Gespräch mit der RHEINPFALZ gesagt, sei ein Satz, der es ihm, getragen von seinem Glauben, ermögliche, die Dinge immer wieder anzunehmen – auch seine Krankheit.

Info

Matthias Leineweber wird am Mittwoch, 22. Januar, in Otterbach beerdigt. Totenoffizium und Requiem finden um 12 Uhr in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Otterbach statt. Auf Nachrufe beim Requiem und beim anschließenden Begräbnis bitten die Angehörigen zu verzichten.

In der Pfarrei Hl. Papst Johannes XXIII wird am Dienstag, 28. Januar, ab 18.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef in Waldfischbach-Burgalben Abschied genommen. Alle Kirchen in der Pfarrei sind seit Freitag geöffnet, es liegen Kondolenzbücher aus.

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