Hauenstein Personelle Veränderungen: Das ändert sich im Seniorenheim Hauenstein

Blick auf das Gelände des Hauensteiner Seniorenheims: links der 1992 eingeweihte Altbau, rechts der 2017 angebaute Südflügel.
Blick auf das Gelände des Hauensteiner Seniorenheims: links der 1992 eingeweihte Altbau, rechts der 2017 angebaute Südflügel.

Personelle Veränderungen gibt es im „Seniorenheim Hauenstein Südwestpfalz“ sowohl in der Besitz- als auch in der Leitungsstruktur.

Im „Seniorenheim Hauenstein Südwestpfalz“ wird bei den anstehenden Veränderungen auf Kontinuität gesetzt, der Wechsel in der Besitz- und Leitungsstruktur wurde intensiv vorbereitet. Es sei für ihn „kein leichter, aber ein notwendiger Schritt“, beschreibt der bisherige geschäftsführende Gesellschafter und Heimleiter Thomas Roth die Veränderungen in der Einrichtung. Er werde sich in den nächsten Wochen „schleichend“ aus der Verantwortung verabschieden und aus dem Ruhestand künftig „nur noch – und wenn gewünscht – beratend“ tätig sein. Seine Anteile an der „Seniorenheim Hauenstein Südwestpfalz GmbH“ und der entsprechenden Immobilien-Verwaltungsgesellschaft wird Stefan Wüst übernehmen. Er hatte das Haus 2008 zusammen mit Thomas Roth übernommen hatte und war der Einrichtung seither als Gesellschafter verbunden.

„Wir werden hier nichts auf den Kopf stellen. Es wird operativ keine großen Änderungen geben“, betont Wüst, der in Klingenberg in Unterfranken zuhause und unter anderem auch als Geschäftsführer des Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt aktiv ist. Er setze beim Übergang der Geschäftsführung „auf weitestgehende Kontinuität“. Man habe den Wechsel intensiv vorbereitet, weilte unter anderem bei einer Klausurtagung mit einer renommierten Unternehmensberatung in Bad Alexandersbad. „Besser hätte ich mir den Wechsel nicht vorstellen können“, wertet Thomas Roth den reibungslosen Übergang, der bis Ende April komplett vollzogen sein wird.

Als Familienunternehmen weitergeführt

Wichtig bleibe: „Das Haus wird weiter als Familienunternehmen geführt, ist nicht Teil eines Konzerns oder einer Kette“, konstatiert Stefan Wüst, dessen Sohn Cedric auch in das Unternehmen hineinwachsen soll – er studiert derzeit noch Mittelstandsmanagement. Man werde die Tagespflege intensivieren, werde auch mit neuer Software arbeiten und auch die Digitalisierung der Verwaltung intensivieren, nennt Wüst kleinere Schritte, die er angehen wird. Ansonsten könne er auf ein eingespieltes Team an der Spitze des Hauses bauen.

Ab 1. April übernimmt Sabine Fuhrmann, die seit rund 20 Jahren in der Einrichtung arbeitet, die Heimleitung von Thomas Roth. Seit dem 1. Oktober hat Michaela Dreher – auch schon seit 14 Jahren im Haus – die Pflegedienstleitung inne. Ihre Stellvertreterin ist Anna-Lena Reeb. Die examinierte Krankenschwester ist auch Beauftragte für die Qualitätssicherung im Haus. Sie ist Ansprechpartnerin für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige und kümmert sich um deren Anliegen. Um den Austausch zu fördern, bietet man „Angehörigenabende“ an, bei denen anstehende Themen besprochen werden können.

Haus will auf eigenes Personal setzen

Insgesamt 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Hauensteiner Seniorenheim beschäftigt. Man könne dabei, wie Thomas Roth unterstrich, auf viele „langjährige Mitarbeiter“ setzen. Nach wie vor aber ist man auf der Suche nach qualifizierten Kräften, auch wenn man in der glücklichen Lage sei, dass in den letzten Wochen „sehr gute Bewerbungen“ eingingen. So konnten auch sechs examinierte Pflegefachkräfte eingestellt werden. Es wird aber weitergesucht. Denn: Einige Stellen sind noch über sogenannte Leasing-Verträge abgedeckt. Sie wolle man umgehend abbauen und komplett auf eigenes Personal setzen, das auch für den familiären Charakter des Hauses bürgen soll.

Das Hauensteiner Seniorenheim verfügt über insgesamt 117 Plätze in 25 Doppel- und in 67 Einzelzimmern. Das Anfang der 90er-Jahre erbaute Altgebäude war 2017 um den Südflügel erweitert worden. Im Zuge dieses Anbaus wurde auch der Altbau saniert und die Technik der gesamten Anlage nachhaltig aufgestellt, unter anderem mit einem gasbetriebenen Blockheizkraftwerk und mit Maßnahmen der Wärmerückgewinnung. Runde fünf Millionen Euro hat man damals in Sanierung und Neubau mit 24 Zimmern und diversen Funktionsräumen investiert, in den man auch eine Weinstube und einen komplett ausgestatteten Friseursalon integriert hat. Zuletzt hat man das Haus brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht.

Thomas Roth hat bei einer Betriebsversammlung die Belegschaft über die anstehenden Veränderungen informiert. Er wird Ende März offiziell verabschiedet werden. Er sieht das Seniorenheim „in jeder Beziehung bestens aufgestellt“ und geht davon aus, dass es auch nach seinem Ausscheiden das „volle Vertrauen der Hauensteiner und der Menschen aus der gesamten Region genießen“ wird.

Personelle Veränderungen im Hauensteiner Seniorenheim: Thomas Roth (rechts), bisher geschäftsführender Gesellschafter und Heimle
Personelle Veränderungen im Hauensteiner Seniorenheim: Thomas Roth (rechts), bisher geschäftsführender Gesellschafter und Heimleiter, übergibt Anteile und die Geschäftsführung an Stefan Wüst (links). Neue Heimleiterin wird Sabine Fuhrmann, Pflegedienstleiterin ist Michaela Dreher, ihre Stellvertreterin und Beauftrage für die Qualitätssicherung ist Anna-Lena Reeb (von links).
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