Dahn OWG Dahn: Tablet-Führerschein als Voraussetzung fürs digitale Lernen

Viele graue Steine umgeben das Dahner Schulzentrum (links). Mehr Grün und einen schöneren Pausenhof wünschen sich dort die Schul
Viele graue Steine umgeben das Dahner Schulzentrum (links). Mehr Grün und einen schöneren Pausenhof wünschen sich dort die Schulen. Im kommenden Schuljahr soll das Thema Gestalt annehmen.

Auch in den Ferien wird im Schulzentrum Dahn gearbeitet. Denn noch sind die Arbeiten am Ausbau des W-Lan-Netzes nicht abgeschlossen. Aber im neuen ersten Schulhalbjahr soll es so weit sein. Dann können die Schüler auch eine digitale Ausbildung absolvieren. Die einzigen Pläne fürs Schulzentrum sind das freilich nicht.

Auch wenn das Projekt „W-Lan-Ausleuchtung“ länger als gedacht dauert, ist Peter Gutmann doch sehr zufrieden. „Es läuft“, sagt der Direktor des Otfried-von-Weißenburg-Gymnasiums (OWG) in Dahn über die Arbeiten. Er ist zuversichtlich, dass die Schüler im Laufe des ersten Schulhalbjahres dann ein gutes Stück weiter auf dem digitalen Weg unterwegs sein werden. Ziel des Vorhabens, für dessen bauliche Umsetzung der Landkreis Südwestpfalz etwa eine Million Euro in die Hand genommen hat, ist es, das gesamte Schulhaus innen mit W-Lan auszuleuchten. Die Schüler betreten dann das Schulzentrum und können sich direkt mit Tablet oder Laptop ins digitale Netz ihrer Schule einloggen.

Tablet-Heftführung kommt im neuen Schuljahr

So ausgestattet könnten sie dann etwa statt des papiernen Schulheftes ein Tablet-Heft im Unterricht führen. Das soll nun am OWG ab der 7. Klassenstufe angeboten werden – in allen Fächern. Mit dem Thema Digitalisierung hätten sie sich in einer Arbeitsgemeinschaft aus Lehrern und Schülern beschäftigt, berichtet Gutmann. Und auch die Kollegen beteiligten sich alle an dem neuen Angebot. Sicher gebe es, schränkt er ein, ein „unterschiedliches Maß an Glücksgefühl“ dabei, doch niemand habe sich dagegen positioniert. Die Unterstützung des etwa 50-köpfigen Kollegiums gebe es aber vor allem deswegen, betont Gutmann, weil die Schüler vorbereitet würden: mit einem Tablet-Führerschein.

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Diesen wird ein Schüler benötigen, um ein Tablet-Heft führen zu dürfen. Dafür soll es einen eintägigen Kurs geben mit einer Prüfung am Ende. Jeder müsse Grundkenntnisse nachweisen, betont der Schulleiter. Beispielsweise darin, Dateien anzulegen und wiederzufinden, Hausaufgaben abzugeben. Schüler müssten auch wissen, dass mit digitalem Arbeiten Risiken verbunden seien und sie andere nicht gefährden dürften. Ein Tablet-Führerschein bedeute vor allem Selbstverantwortung, so Gutmann.

Unterstützung auch durch das übergreifende „Projekt IT-Ersthelfende“

Begleitet wird die digitale Offensive in den nächsten Jahren von Schülern, die im September beim übergreifenden „Modellprojekt IT-Ersthelfende“ ausgebildet werden. Ein Projekt, das fürs OWG genau zum richtigen Zeitpunkt komme, freut sich der Schulleiter. Dabei können insgesamt 50 Schüler der 8. bis zur 10. Klassenstufe von der Daniel-Theysohn-IGS Waldfischbach-Burgalben und vom OWG an einem digitalen Training mit externen Experten teilnehmen. Projektträger sind der IT-Dienstleister Bechtle AG (Neckarsulm), der Digitalbildungs-Dienstleister BG3000 und die Daniel-Theysohn-Stiftung, die das Vorhaben auch finanziell unterstützt.

Schulumfeld soll neu gestaltet werden

Neben der digitalen Entwicklung rückt im kommenden Schuljahr aber auch die reale Umgebung stärker in den Fokus: Das Schulumfeld mit dem Schulhof soll neu gestaltet werden. Denn dort beherrscht vor allem eine Farbe das Pausengeschehen: grau. Und das fällt nun auch durch die naturnahe Gestaltung der benachbarten neuen Kindertagesstätte erst recht auf. Die Schule liege so idyllisch, stellt Gutmann fest, sei aber von einer großen steinernen Fläche umgeben. Wünsche und Ideen für draußen gibt es schon. Beispielsweise mehr Grün, Sitz- und Spielgelegenheiten, mehr Schatten, vielleicht sogar ein analoges Außenklassenzimmer. Vor allem aber mehr Farbe. Am 50 Jahre alte Gebäude hat der Schulleiter zwar nichts auszusetzen – das habe sich gut gehalten, meint er – , aber Farbe könnte der Schulkomplex wirklich vertragen.

Das Umfeld soll im kommenden Schuljahr eines der nächsten Projekte werden. Mit dem Landkreis sei über das Thema bereits gesprochen worden, sagt der Schulleiter; im neuen Schuljahr solle es dazu auch einen Ortstermin geben.

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Im Foyer sind die Bauarbeiten fast abgeschlossen. Die transparente neue Brandschutztür weiß OWG-Leiter Peter Gutmann übrigens sehr zu schätzen: Dass der Landkreis für seine Schule die gläserne und wohl teurere Version statt einer gefüllten dunklen Tür gewählt hat, sei nicht selbstverständlich, meint er mit Blick auf andere Schulen.
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