Kreis Südwestpfalz Nur noch Automaten in Martinshöhe

Die VR-Bank Westpfalz mit Sitz in Landstuhl stuft die Geschäftsstelle Martinshöhe zum 27. März auf Automatenbetrieb herunter. Der bislang montags und donnerstags ganztägig die Geschäftsstelle betreuende Mitarbeiter Edi Strasser wird in die Hauptgeschäftsstelle Landstuhl versetzt. Die VR-Bank kündigte gestern mehrere Schließungen von Geschäftsstellen beziehungsweise ihren Weiterbetrieb nur noch als Automaten-Filiale an.
Die Vertreter, die Abgeordneten der Mitglieder der Genossenschaftsbank, wurden und werden in dieser Woche informiert, zudem die Kunden. Am Montag hatte der Aufsichtsrat getagt und grünes Licht für die Verkleinerung gegeben. Bank-Vorstand Alexander Kostal begründete die „Umstrukturierungen im Filialgeschäft“ mit betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten, also der Notwendigkeit, Fixkosten zu sparen. Wie berichtet, gibt die Bank den Standort Waldmohr ganz auf. Die Mitarbeiterin dort wird von der VR-Bank Südwestpfalz (Zweibrücken/ Rodalben) übernommen, die ihre Geschäftsstelle in Waldmohr damit verstärkt (). In Waldmohr gibt es derzeit zwei VR-Bank-Filialen, eine gehört zur VR-Bank Westpfalz, eine zur VR-Bank Südwestpfalz. Geschlossen werden auch die Filialen in Kindsbach und Reichenbach-Steegen, in Donsieders die Selbstbedienungs-Stelle. Wie Martinshöhe wird die Geschäftsstelle Weselberg auf reinen Automatenbetrieb umgestellt. Laut Bank wird damit die Grundversorgung aufrechterhalten. Nach der Schließung als Geschäftsstelle werden die Kunden in Martinshöhe in einer Selbstbedienungs-Stelle mit 24 Stunden-Betrieb Geld abheben, Auszüge ziehen und Überweisungen am Automaten tätigen können. „Wir bleiben vor Ort, was den Vorteil hat, dass wir Kunden, die einen Termin mit uns vereinbaren, auch noch persönlich in den Räumen beraten können“, sagt Bank-Vorstand Alexander Kostal. Martinshöhe gehöre seit Jahren zu den kleinsten der noch 21 Geschäftsstellen, mit entsprechend geringen und weiter rückläufigen Umsätzen. Wie bei allen Filialbanken, spüre man zudem eine immer geringere Nachfrage nach persönlichem Kontakt mit den Mitarbeitern, stattdessen die Zunahme des Online-Bankings und des Automatengeschäfts. Für Spezialberatungen, etwa zu Baufinanzierungen, werde von den Martinshöhern und den dortigen Kunden ohnehin seit langem die Hauptstelle in Landstuhl aufgesucht. In Sachen Weselberg geht Kostal davon aus, dass sich die Kunden auf die Filialen Wallhalben oder Hermersberg verteilen werden. In Wallhalben werde man unverändert mit zwei Beraterinnen präsent sein. Auch die im vergangenen Jahr umgebaute Geschäftsstelle Thaleischweiler-Fröschen ist von den jetzt beschlossenen Veränderungen nicht betroffen. (cps)