Kreis Südwestpfalz Niemals Leerlauf bei der Lehrlingsausbildung
„Das Betriebsklima muss stimmen, dann läuft der Laden.“ Diesen Satz hat Malermeister Klaus Strobel gesagt, als er 1994 mit seinem Betrieb aus der Garage des Wohnhauses Im Bohnrech in Contwig ins neue Domizil in der Contwiger Bahnhofstraße zog. Der Satz gilt auch heute noch für den Familienbetrieb, in dem Klaus Strobels Frau Karola genauso mitarbeitet wie Tochter Manuela Sehi und Sohn Christoph, der inzwischen Chef ist.
Dass das Betriebsklima in dem Handwerksbetrieb stimmt, sieht man daran, dass die Mitarbeiter fast immer gut gelaunt sind und der Umgang mit Junior- wie Seniorchef vertraut ist. Gleiches gilt für die Kundschaft. Die hat dem Contwiger Unternehmen 2007 beste Noten gegeben und der Firma als erstem Malerbetrieb in der Westpfalz ein Qualitätssiegel ermöglicht. Für das QIH-Siegel „Qualität im Handwerk-Fördergesellschaft“ sind ausschließlich Kundenbewertungen maßgeblich, und die waren ausnahmslos sehr gut für die Malerfirma Strobel. Teilnahmeberechtigt an der Ausschreibung sind nur Innungsbetriebe, und der Maler Strobel gehört nicht nur der Innung an, sondern ist auch noch Innungsmeister. Elf Lehrlinge hat die Malerfirma Strobel in ihren 25 Jahren bislang ausgebildet. „Wir haben nie Leerlauf gehabt, hatten immer mindestens einen Lehrling“, sagt Juniorchef Christoph Strobel, der die Firma voriges Jahr vom Vater Klaus übernommen hat. Dieser wirkt noch im Hintergrund und steht seinem Sohn mit Rat und Tat zur Seite, hat laut eigenen Worten jedoch „nichts mehr zu sagen“. Aus gesundheitlichen Gründen wollte er kürzertreten, aber auch der richtige Zeitpunkt für die Betriebsübergabe stand im vergangenen Jahr an. Auszubildender im jetzt eigenen Betrieb war auch Christoph Strobel. „Wir hatten fast immer Glück mit dem Nachwuchs, einschließlich mit mir“, sagt dieser und schmunzelt. Nach dem Abitur absolvierte er eine Lehre im väterlichen Betrieb und schloss anschließend die Meisterprüfung erfolgreich ab. Heute ist Firmeninhaber Christoph Strobel selbst Lehrlingswart der Malerinnung und Prüfungsvorsitzender für den Gesellenbrief der Zweibrücker Berufsschule. In den vergangenen Jahren hatte die Firma immer Glück und ein gutes Händchen bei der Auswahl der Lehrlinge. Beim aktuellen Nachwuchs, so beobachtet Christoph Strobel, gehe die Bereitschaft zur harten Arbeit zurück, doch die sei gefragt: „Bei den Gipsern und Fliesenlegern ist es dasselbe.“ Dennoch will er weiter ausbilden: „Aber es muss passen.“ Und wenn es passt, dann hat Christoph Strobel das Glück, dass seine Mitarbeiter für ihn durch dick und dünn gehen – wie schon zuvor bei seinem Vater. |mml