Dellfeld Neujahrsempfang: Wie ein Bechhofer ganz Dellfeld zum Lachen bringt

Die Geehrten (von links): Harry Wolf, Helmut Welck, Anja Hensler, Nicole Sebralla, Michael Deßloch (erster Beigeordneter), Marcu
Die Geehrten (von links): Harry Wolf, Helmut Welck, Anja Hensler, Nicole Sebralla, Michael Deßloch (erster Beigeordneter), Marcus Spies (Bürgermeister) und Doris Schindler. Es fehlen auf dem Bild: Martin Sebald, Kerstin Preyer, Kai Lahm-Hensler, Florian Pick.

Eigentlich ist seit vergangenem Sommer Marcus Spies Dellfelds erster Mann, ganz ohne s’Doris geht es aber nicht. Beim Neujahrsempfang wurde ihr die höchste Ehre der Gemeinde überreicht. Und der Bechhofer Paul Sefrin brachte ganz Dellfeld zum Lachen.

S’Doris, also Dellfelds frühere Bürgermeisterin Doris Schindler, war und ist immer für die Leute aus dem Dorf da. Diese Einstellung für die Leut’ ist auch das, was Marcus Spies, seit vergangenem Sommer amtierender Bürgermeister in Dellfeld, beim Neujahrsempfang herausstellt. „Wir, also Doris und ich, haben uns in den letzten Tagen mal ein wenig unterhalten. Und so stießen wir auf die Themen, für die Doris in unserer Gemeinde bisher etwas geleistet hat“, sagt Spies. Dabei kamen nicht nur die politischen Ämter zur Sprache – seit 1989 Mitglied im Rat, zwischen 1994 und 2004 in der Dorfspitze und zwischen 2004 und 2024 Bürgermeisterin. „Da hat sie mir erzählt, dass sie damals mit jungen 19 Jahren begann, den Seniorennachmittag zu begleiten und dies erst unterbrochen wurde, als die Corona-Pandemie Einzug hielt und die Grundschule saniert wurde“, stellt der Bürgermeister heraus.

Schindlers ehrenamtliche Aufgaben alle aufzuzählen? Für Spies würde das zu lange dauern. Klar ist für ihn jedoch: „Ob früh morgens am Handy oder spät abends um 21.30 Uhr an der eigenen Haustür, sie war einfach immer da.“ Als Dank für ihre Arbeit wurde Schindler die höchste Auszeichnung der Gemeinde überreicht: die Ehrenbürgerschaft. Spies: „Wie sang unsere Straußjugend so schön an unserer Kerbe im letzten Jahr: ’Wir sagen Dankeschön, zwanzig Jahre die Doris’“.

Beim Hochwasser haben alle an einem Strang gezogen

Weiter blickte Spies auf die vergangenen zwölf Monate zurück und gab einen Ausblick aufs neue Jahr. Viele Projekte wurden bereits begonnen und werden 2025 fortgeführt: Ausbau der Schulstraße, Neubaugebiet am Hohrech, Brandschutz im Bürgerhaus und der Glasfaser-Ausbau. Ebenso auf der Agenda steht die Sanierung der beiden Brücken über den Schwarzbach. 2024 war für Spies von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Besonders sticht dabei das Pfingsthochwasser heraus. Spies: „Für viele von uns wurde dieses Wochenende zu einer großen Herausforderung. Doch in diesen schwierigen Stunden konnten wir auf die Stärke unserer Gemeinschaft zählen. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Einsätze, die wir gemeinsam mit unseren Kameraden der Feuerwehr geleistet haben. Es war beeindruckend zu sehen, wie alle zusammen gearbeitet haben, um unsere Gemeinde zu schützen und zu unterstützen.“

Dass Neujahrsempfänge eigentlich immer nach dem gleichen Schema ablaufen – also ein Blick zurück und einer nach vorne –, daraus machte Paul Sefrin, erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde und Bürgermeister Bechhofens, bei seiner Ansprache kein Geheimnis. Doch mit einem kleinen Versprecher wird seine Ansprache den Dellfeldern noch etwas im Gedächtnis bleiben: „Herzlichen Dank für die Einladung zum Neujahrsempfang der Ortsgemeinde Bechhofen.“

Neben Schindlers Ehrung verabschiedete Spies Ratsmitglieder der vergangenen Legislatur: Yvonne Kindler, Nicole Sebralla, Martin Sebald, Kerstin Preyer, Kai Lahm-Hensler, Florian Pick, Harry Wolf, Anja Hensler und Helmut Welck.

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