Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer Hort: Eltern müssen im Monat 200 Euro pro Kind bezahlen

Bei dem Betreuungsangebot gibt es täglich ein Mittagessen, die Kinder können spielen oder ihre Hausaufgaben erledigen, wenn sie
Bei dem Betreuungsangebot gibt es täglich ein Mittagessen, die Kinder können spielen oder ihre Hausaufgaben erledigen, wenn sie wollen.

In Contwig gibt es nach den Sommerferien ein neues Mittags-Betreuungsprogramm für Schulkinder. Die Eltern müssen aber dafür bezahlen.

Die Contwiger CDU will eine flexible Nachmittagsbetreuung für Schulkinder. Das bisherige Ganztagsprogramm der Grundschule sei sehr starr konzipiert, sagte Bürgermeisterin Nadine Brinette in der Ratssitzung am Donnerstag. Die Idee sieht vor, dass Eltern ihre Schulkinder flexibel zwischen 12 und 15 Uhr bringen und abholen können, bei dem Betreuungsangebot gibt es täglich ein Mittagessen, die Kinder können spielen oder ihre Hausaufgaben erledigen, wenn sie wollen.

Vorerst soll die Betreuung im Schwesternhaus der katholischen Kirche stattfinden. Wenn irgendwann der Kindergarten in der Maßweilerstraße fertig ist und die Kindergartenkinder aus dem Rathaus dorthin ziehen, soll die Nachmittagsbetreuung ins Rathaus ziehen. Als Betreuer sollen vier Leute mit Minijob-Vertrag bei der Gemeinde angestellt werden. Eine pädagogische Ausbildung brauchen sie nicht, sagt die Bürgermeisterin. Für Miete, Lohnkosten und Essen rechnet die Gemeinde bei 25 Betreuungsplätzen mit rund 5000 Euro Kosten im Monat. Die sollen auf die Eltern umgelegt werden, die Betreuung pro Kind soll also 200 Euro im Monat kosten. Nach dem Umzug ins Rathaus fallen die Mietkosten weg, und das Angebot wird für die Eltern billiger.

David Betz (SPD) sprach sich für die Idee aus, kritisierte aber, dass der Antrag sehr kurzfristig auf die Tagesordnung gekommen sei und schnell abgestimmt werden musste, damit das Angebot nach den Sommerferien steht. Zudem wollte Betz wissen, inwiefern überhaupt der Bedarf für die Betreuung besteht. Brinette antwortete, dass derzeit 60 Kinder beim bestehenden Hort auf der Warteliste stehen. Die 25 neuen Plätze reichen nicht ganz aus, bieten aber eine Entlastung. Zudem könnte das Programm auf mehr Plätze ausgebaut werden, wenn es gut angenommen wird. „Und wie ist das bei Eltern, die sich das nicht leisten können aber trotzdem die Betreuung und Flexibilität brauchen? Ich denke etwa an Alleinerziehende mit geringem Einkommen“, fragte Betz. Die Bürgermeisterin sagte, dass es hier durchaus Einzelfallprüfungen geben kann. Letztlich stimmte der Rat dem Vorschlag der CDU einstimmig zu.

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