Kreis Südwestpfalz Neuer Hausherr in alter Schuhfabrik

Kein Platzmangel: Unternehmer Michael Ludy will einen Teil der ehemaligen Salamander-Fabrik in Vinningen vermieten.
Kein Platzmangel: Unternehmer Michael Ludy will einen Teil der ehemaligen Salamander-Fabrik in Vinningen vermieten.

Über Platzmangel kann Michael Ludy nicht klagen. Der Chef der Ludy Galvanosysteme GmbH ist Herr über rund 6500 Quadratmeter Produktionsfläche, die er zum Teil auch vermieten will. 2018 ist der Betrieb aus Höhfröschen in die frühere Salamander-Fabrik gezogen, wo bis dahin der Maschinenbauer t-s-i.de seinen Sitz hatte. Am neuen Standort sucht Ludy nun weitere Mitarbeiter für den technischen Bereich.

Noch weist im Ort kein Schild den Weg zum neuen Hausherrn der einstigen Schuhfabrik. Für sein Unternehmen hat er zunächst 700 Quadratmeter Bürofläche belegt sowie 2600 Quadratmeter Produktionsfläche im Erdgeschoss. Das Untergeschoss will er erst einmal vermieten, voraussichtlich als Lagerhalle. Frei sind zudem vier Büros. Diese, stellt sich Ludy vor, könne er samt Einrichtung an Jungunternehmer oder Existenzgründer vermieten. Vor einem Jahr ist Ludy aus dem Gewerbegebiet Höhfröschen hierher gekommen; Ende 2017 zog hier das Maschinenbauunternehmen t-s-i.de aus und nach Waldmohr um, im Februar 2018 zog Ludy bereits ein. Vom vorherigen Eigentümer hat er das komplette Anwesen erworben. Elf Mitarbeiter beschäftigt Ludy, plus Chef und zwei Azubis im kaufmännischen Bereich, einem Umschüler und zwei Teilzeitkräften. Die Belegschaft würde er gerne aufstocken: um jeweils einen Werkstattmeister im mechanischen und im elektrischen Bereich. Außerdem sucht er Ingenieure oder Techniker der Richtung Elektro und Maschinenbau sowie Automatisierungstechnik. Der Betrieb mit einem Jahresumsatz in einstelliger Millionenhöhe plant und konstruiert kundenspezifische Galvanisier-Anlagen zur Herstellung von Leiterplatten, die in vielen Industrieprodukten zum Einsatz kommen, beispielsweise in Handys. Auch die Inbetriebnahme vor ort erledigt Ludy. Weltweit. In Singapur seien sie aktiv, in Brasilien hätten sie mehrere Anlagen stehen, meint Ludy, eine Anfrage liege derzeit aus Südafrika vor. Interesse an seinen Anlagen gibt es freilich auch im Inland. Insbesondere an einer neuen Anlage, die das Unternehmen im Rahmen eines bis Ende 2019 laufenden Förderprojektes mit Partnern entwickelt hat: einen Galvanik-Container mit einem integrierten Kreislaufsystem für Abwasser und Abluft. Damit sollen Emissionen in der Produktionsumgebung verringert werden, erläutert Ludy.

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