Kreis Südwestpfalz Neue Zielgruppen ansprechen
„Gemeinsam mit Dir in die Zukunft“ ist ein Fragebogen überschrieben, mit der sich die Vereinigte Turnerschaft Contwig (VTC) an ihre Mitglieder wendet. Der Verein sammelt auf die Art Ideen und Anregungen, um die VT Contwig zukunftsfähig zu machen. Anlass für die Befragung ist das Sportbund-Projekt „Verein 2025 – Vereins-Update 2020“, an der die VT Contwig teilnimmt.
Walter Hüther, der geschäftsführende Vorsitzende, kann auf einen stabilen Mitgliederstand von etwa 800 verweisen, er denkt aber einige Jahre voraus. „Rund ein Viertel unserer Vereinsmitglieder sind älter als 60 Jahre“, sagt er und bringt das Stichwort des demografischen Wandels ins Spiel. Das Angebot des Vereins richte sich vorwiegend an die „ganz Jungen“ und an die „ganz Alten“, was fehle, sei etwas für die Zwölf- bis 18-Jährigen und für Menschen zwischen 25 und 35 Jahren. „Denen können wir im Grunde nur unsere Tischtennisabteilung anbieten“, sagt Hüther. Es gelte, andere Zielgruppen anzusprechen, ohne die vorhandenen Mitglieder zu vernachlässigen. Das Sportbund-Projekt zeige die Stärken und Schwächen eines Vereins auf. Um eine entsprechende Analyse zu bekommen, hat Walter Hüther im Rahmen einer Zukunftswerkstatt 100 Fragen beantwortet. „Mit dem Ergebnis, dass unsere Stärken die Mitgliederzahl, das grundsätzliche Sportangebot und die Infrastruktur sind“, erzählt er. Dass man über eine eigene, barrierefreie Halle verfüge, sei beispielsweise ein großes Plus. Genauso, dass der Verein genügend sogenannte „Kümmerer“ habe, Leute, die sich engagieren, wie etwa die Übungsleiter. „Was das angeht, ist die VT Contwig gesegnet“, meint Hüther und hebt die Turnabteilung hervor. Verbesserungsbedürftig seien dagegen Bereiche wie Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, auch das habe die Analyse durch den Sportbund aufgedeckt. Um das Sponsoring werde man sich in Zukunft ebenfalls mehr bemühen. Walter Hüther sieht zudem die Notwendigkeit, das außersportliche Feld auszubauen. „Wir wollen soziale Angebote machen, in dem Bereich sind wir zu wenig präsent“, sagt er. Denkbar seien etwa Seniorentage und andere gesellschaftliche Treffen. Mit der Kinderolympiade habe man im vergangenen Jahr bereits einen Schritt in diese Richtung getan. Von der Befragungsaktion, die mit einem Gewinnspiel verbunden ist, verspricht sich der VTC-Vorstand jetzt eine ganze Menge Anregungen für Aktionen, die man dann auch versuchsweise umsetzen wolle. Im Oktober gebe es im Kaiserslauterer Haus des Sports eine Abschlussveranstaltung des Sportbunds, bei der die VT Contwig ihre Zukunftsstrategie vorstellen werde. „Wir werden keine Riesenschritte machen“, meint Hüther. Das müsse man auch nicht, wichtig sei eine kontinuierliche Entwicklung über die nächsten Jahre.