Kreis Südwestpfalz Neue Pfarrei heißt Kuseler Land

Placeholder-Image

Im evangelischen Dekanat Kusel soll eine neue Pfarrei namens Kuseler Land entstehen. Darin sollen künftig die drei eigenständigen Kirchengemeinden Rammelsbach, Kusel und Konken aufgehen, wie die zuständigen Pfarrer im jüngsten Gemeindebrief ankündigen.

Hintergrund der neuen Struktur ist der Wegfall einer Pfarrstelle im Kirchenbezirk Kusel. Zunächst war erwogen worden, die Kirchengemeinde Konken mit den zugehörigen Orten Albessen, Selchenbach und Herchweiler zu teilen. Der ursprüngliche Plan des Bezirkskirchenrates, Herchweiler und Selchenbach der saarländischen Kirchengemeinde Niederkirchen im Ostertal zuzuordnen, hatte in der Kirchengemeinde Konken jedoch zu heftigen Protesten geführt. Konken und Albessen sollten einer neuen Pfarrstelle Kusel 3 angehören. Nachdem die Kirchenregierung in Speyer um alternative Vorschläge gebeten hatte, haben sich Vertreter der Presbyterien Kusel, Konken und Rammelsbach mehrfach zusammengesetzt, um die bestmögliche Versorgung der Kirchengemeinde in Konken zu organisieren. „Das Presbyterium der Kirchengemeinde Konken wünscht sich den nahen Anschluss an Kusel“, schreibt das neue Pfarrerteam, zu dem neben dem Kuseler Dekan Lars Stetzenbach auch Pfarrerin Isabell Aulenbacher und Sven Kuhn gehören. Schon seit einigen Jahren versorge die Kirchengemeinde Rammelsbach den Kuseler Holler als Seelsorgebezirk mit. Diese guten Beziehungen sollen weiter gepflegt werden. Zur Kirchengemeinde Konken indes bestand bislang sowohl seitens Kusel wie auch von Rammelsbach nur wenig Kontakt, räumt das Pfarrerteam ein. Die drei Seelsorger werden künftig 5450 Gemeindemitglieder betreuen. Die Pfarrei „Kuseler Land“ ist nach Angaben von Aulenbacher damit die größte innerhalb des Dekanats. Alle drei Kirchengemeinden sollen ihre bisherigen festen Ansprechpartner erhalten. Die Presbyterien werden regelmäßig gemeinsam tagen. Jede Gemeinde sei bereit, nötige Abstriche hinzunehmen und kooperativ zusammenzuarbeiten, heißt es weiter von den Pfarrern. Neue Arbeitsgruppen werden sich mit den Themen Gottesdienst, Gemeindeleben und Öffentlichkeitsarbeit befassen. So soll etwa erörtert werden, wie ein gemeinsamer Gemeindebrief aller drei Kirchengemeinden ab dem kommenden Jahr aussehen könnte. In der zusammenwachsenden Pfarrei würden künftig bestimmte Gottesdienste und Veranstaltungen zentral gefeiert, kündigen die Pfarrer an. Bei den Gottesdiensten werde es an manchen Sonntagen zu zeitlichen Überschneidungen kommen. Möglich seien daher Feiern an Samstagabenden und sonntagnachmittags.

x