Kleinsteinhausen
Neubaugebiet am Ortsausgang Richtung Großsteinhausen wieder im Gespräch
Viel wollte Bürgermeisterin Martina Wagner vor der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend (19 Uhr, Mehrzweckhalle) nicht preisgeben. Sie sagte lediglich, dass es bereits Gespräche mit Erschließungsträgern gegeben habe, denn eine Erschließung auf eigene Faust wäre für Kleinsteinhausen zu teuer.
Laut der Beschlussvorlage für den Gemeinderat wären am Ortsrand Richtung Großsteinhausen 30 Bauplätze in zwei Abschnitten möglich. Schon in den 90er Jahren hatte sich der Gemeinderat mit dem Gebiet westlich von Kapellenweg, Buchenweg und Friedhofstraße befasst und zur Jahrtausendwende immer wieder dazu getagt. 70 Bauplätze waren sogar im Gespräch, aber so weit kam es nie, und Mitte der 2000er Jahre gab die Gemeinde das Baugebiet auf.
Bauplätze hat Kleinsteinhausen dennoch geschaffen, aber nicht im Südwesten, sondern im Nordosten des Dorfes: Der Schmitshauser Bauunternehmer Berthold Staab hat beim Dusenbrücker Weg ein kleines Neubaugebiet erschlossen und vermarktet. Schon als er vor zwei Jahren mit den Arbeiten begann, waren sieben der neun Bauplätze verkauft.
Denn was Alt-Bürgermeister Ludwig Doniat vor zehn Jahren gesagt hatte – dass niemand mehr baut –, gilt heute nicht mehr: Mittlerweile gibt es Dörfer, die dringend Bauland schaffen möchten, weil es so viele Bauinteressenten gibt. Im schlimmsten Fall verlassen junge Familien ihr Heimatdorf, weil sie keinen Bauplatz finden und deshalb in ein anderes Dorf ziehen.
Ob das Neubaugebiet „Am alten Feld“ diesmal tatsächlich zustande kommt, wie groß es würde, wann die ersten Grundstückskäufer loslegen könnten, was für Grundstücksgrößen es gibt, wie viel das Bauland kosten wird – all das lässt sich noch nicht sagen. In der Sitzung am Dienstag geht es zunächst darum, die ersten Schritte einzuleiten.