Erlenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Naturverjüngung mit eigenem Nachwuchs

Bei Aufpflanzungen kahler Flächen setzt der Forst in Erlenbach auf Wildlinge aus dem eigenen Wald.
Bei Aufpflanzungen kahler Flächen setzt der Forst in Erlenbach auf Wildlinge aus dem eigenen Wald.

Weniger Holz als vorgesehen wurde im vergangenen Jahr auf Grund der Holzpreise im Gemeindewald Erlenbach eingeschlagen. Bei der Wiederaufforstung setzt die Revierleiterin auf Nachwuchs aus dem eigenen Wald.

Revierleiterin Susanne Rolland informierte den Rat am Mittwoch über den Gemeindewald. Eigentlich war eine Holzernte von 500 Festmeter vorgesehen, eingeschlagen wurden tatsächlich 360 Festmeter. Zumeist habe es sich hierbei um Käferholz gehandelt. Besonders betroffen sei das Umfeld am Campingplatz und rund um den Seehof gewesen. Das feuchte Wetter im letzten Jahr tat dem Wald gut, die Feuchtigkeit sei jedoch noch nicht ausgeglichen. Da die Trockenheit die Feinwurzeln der Bäume geschädigt habe, müssen diese erst wieder ausgebildet werden.

Bundeswaldprämie hilft

Die Spillwinde, welche die Gemeinden des Reviers Erzgrube beschafft hatten, sei schon mehrfach in Erlenbach eingesetzt worden und habe sich bewährt. Der Forsthaushalt 2021, welcher ursprünglich ein Planminus von 5600 Euro vorgesehen hatte, konnte nunmehr dank der Bundeswaldprämie mit einem Plus von 25.445 Euro abschließen. Zu dem guten Ergebnis konnte auch beitragen, dass der Verkauf von Fichten, wo der Preis bei Planerstellung noch im Keller lag, mit 90 Euro pro Festmeter gut verkauft werden konnten.

Die Revierleiterin stellte dann den Wirtschaftsplan für 2022 vor. Bei einem Ertrag von 29.150 Euro sieht er ein Plus von 1080 Euro vor. Vorgesehen ist ein Holzeinschlag von 470 Festmeter, hauptsächlich am Imsenböhl, welcher schon mehrmals wegen genannter Probleme verschoben werden musste. Hinzukommen werde voraussichtlich auch wieder Käferholz. „Wir passen den Holzeinschlag an den Holzmarkt an. Das geht manchmal ganz schnell“, so Rolland. Die Käferflächen werde man natürlich im Auge behalten.

Forstbaumschulen praktisch ausverkauft

Bei Neuanpflanzungen sei die Situation nicht einfacher geworden. Die Forstbaumschulen seien praktisch ausverkauft und Pflanzen kaum verfügbar. „Ich selbst bin sehr für die Naturverjüngung.“ Wenn Kahlflächen aufgepflanzt werden müssen, werde man sich mit Wildlingen aus dem eigenen Revier bedienen. Die Revierleiterin kündigte an, im Frühjahr wieder einen Waldbegehung durchzuführen, wenn es Corona zulassen wird.

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