Kreis Südwestpfalz Nachruf: Krebsarzt Michael Pfreundschuh ist tot

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«Homburg.» Der Krebsmediziner Michael Pfreundschuh, Direktor der Homburger Universitätsklinik für Innere Medizin I, ist am Montag im Alter von 69 Jahren verstorben. Pfreundschuh galt als führende Kapazität der Krebsmedizin in Homburg und über die Region hinaus.

In Rheinsheim bei Karlsruhe geboren, wurde Michael Pfreundschuh 1987 an der Uni Köln zum Universitätsprofessor ernannt. Den Lehrstuhl für Innere Medizin an den Homburger Unikliniken übernahm er 1991, zugleich wurde er Direktor der Uniklinik für Innere Medizin I. Dort wurde drei Jahre später in einer Arbeitsgruppe um Pfreundschuh das Serex-Verfahren zur Identifizierung von Antigenen entwickelt. An der Uni war der Mediziner als Professor für Onkologie, Hämatologie, Klinische Immunologie und Rheumatologie tätig. Als ihm 2016 die damalige Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer das Bundesverdienstkreuz überreichte, würdigte sie Pfreundschuhs Verdienste um die medizinische Forschung; der Fachmann habe vielen Krebspatienten das Leben gerettet. Die Klinik mit dem angegliederten José-Carreras-Zentrum für Immun- und Gentherapie behandelt Krebs mit modernster Immun- und Chemotherapie. Michael Pfreundschuhs Engagement trug maßgeblich dazu bei, dass die Homburger Unikliniken als Zentrum für Knochenmark-Transplantationen anerkannt wurden.

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