Höheischweiler Nachruf: Herbert Scherer gestorben

Herbert Scherer ist im Alter von 71 Jahren gestorben.
Herbert Scherer ist im Alter von 71 Jahren gestorben.

Er hat sich im wahrsten und positiven Sinne des Wortes für Gott und die Welt interessiert: Herbert Scherer aus Höheischweiler, der am Donnerstag im Alter von 71 Jahren verstarb. Wie sehr ihn die Menschen geschätzt haben, hätten in einem Jahr, in dem Abschied nehmen ohne Einschränkungen möglich gewesen wäre, zahlreiche Trauergäste bezeugt.

Sie hätten das Engagement gewürdigt, das der Seniorchef der Scherer KG in vielen Bereichen an den Tag legte. 1971 übernahm Scherer nach dem Ingenieurstudium in Köln das 1966 von seinem Vater mitbegründete Unternehmen. Er machte aus einem Handwerksbetrieb mit sechs einen Betrieb mit 30 Mitarbeitern, dessen Können in den Bereichen Elektroinstallation, Heizung, Lüftung und Sanitär schnell pfalzweit geschätzt wurde. Egal ob Großprojekt oder private Kunden, bei der Firma Scherer wurden nie Unterschiede gemacht. Der rechte Winkel, den Scherer so schätzte, der für ihn Beweis für sauberes Arbeiten war, findet sich überall, wo die Firma tätig war. Darauf achtete der Chef.

Zahlreiche Beschäftigte in diesem Handwerksbereich haben das in den vergangenen Jahrzehnten erfahren, denn Scherer war in den Innungen als Lehrlingswart und Vorsitzender des Prüfungsausschusses tätig. Die Lehrlingsausbildung war dem Familienmensch so wichtig wie eine familiäre Atmosphäre im Unternehmen. Er war stolz darauf, dass viele Mitarbeiter, die teils seit Jahrzehnten in der Firma arbeiten, dort bereits ausgebildet wurden. Seine Fachkenntnisse waren stets gefragt. Er war von der Handwerkskammer vereidigter Sachverständiger, der sich mit kniffligen Fragen befasste.

Die galt es manchmal auch im politischen Bereich zu beantworten. Ob als Beigeordneter in Höheischweiler oder als Beigeordner der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen: Seine ruhige, besonnene Art wurde geschätzt, ebenso seine Beharrlichkeit, die Höheischweiler zum Beispiel schnelles Internet bescherte. Und natürlich sein Fachwissen, das manche Fehlinvestition verhinderte. Dem Gemeinderat gehörte Scherer bis 2019 an, als ihn gesundheitliche Gründe zwangen, kürzer zu treten. Wurde dort eine praktische Lösung für technische Fragen gesucht, hieß es oft: „De Herbert hat bestimmt e Idee“. Ab jetzt wird es heißen: „Wie hätte de Herbert das gemacht?“

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