Kreis Südwestpfalz Nach Massenkarambolage Anklage wegen illegalem Autorennen

Die Feuerwehr musste das Vorderrad des Mercedes AMG aus dem Heck eines VW Passat entfernen, um den eingequetschten Fahrer des Pa
Die Feuerwehr musste das Vorderrad des Mercedes AMG aus dem Heck eines VW Passat entfernen, um den eingequetschten Fahrer des Passat aus seinem Auto befreien zu können.

Nach der Massenkarambolage auf der A 8 am Pfingstwochenende Mitte Mai, bei der ein Porsche und ein Mercedes AMG in ein Stauende gefahren sind (wir berichteten zuletzt am 14. November) wurde gegen die beiden Fahrer Anklage, unter anderem mit dem Vorwurf des illegalen Straßenrennens erhoben. Das teilte Oberstaatsanwältin Kristine Goldmann auf Anfrage mit.

„Die beiden Beteiligten sind aufgrund der durchgeführten Ermittlungen hinreichend verdächtig, sich eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens schuldig gemacht zu haben“, erklärt Goldmann. Die Anklage wurde Mitte November erhoben, ein Gerichtstermin steht noch nicht fest. Den Unfallverursachern wurde bereits der Führerschein entzogen. Die Revision, die dagegen eingelegt wurde, wurde laut Goldmann vom „Beschwerdegericht verworfen“. Bei dem Unfall am Pfingstwochenende rasten die beiden Sportwagen mit hoher Geschwindigkeit in ein Stauende auf der A 8 bei Contwig. Der Grund für den Stau war eine verlorene Holzpalette auf der Fahrbahn, die zu dem Zeitpunkt des Unfalls von der Polizei entfernt wurde. Nach dem damaligen Polizeibericht stellte sich der hellblaue Porsche Cayman auf der rechten Fahrspur quer und prallte mit dem Heck gegen das vor ihm stehende Auto. Der auf der linken Fahrspur fahrende Mercedes AMG konnte nicht mehr bremsen und fuhr auf ein vor ihm stehendes Auto. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieses auf ein weiteres davorstehendes Fahrzeug geschleudert. Eine Person musste die Feuerwehr aus einem völlig zerstörten VW Passat herrausschneiden. Zuvor mussten die Einsatzkräfte jedoch erst das rechte Vorderrad des Mercedes inklusive kompletter Radaufhängung aus dem Heck des Passat entfernen, um an den eingequetschten Fahrer zu gelangen. Der Schaden wurde zum damaligen Zeitpunkt auf 150 000 bis 200 000 Euro geschätzt. Zudem gab es schon damals den Verdacht, dass sich der Porsche und der Mercedes ein illegales Straßenrennen geliefert hatten.

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